Forschungsschwerpunkt 2

Frieden und Sicherheit

Wie können wir gewaltsame Konflikte überwinden und nachhaltigen Frieden schaffen? Diese Frage ist von entscheidender Bedeutung, um politische, soziale und wirtschaftliche Entwicklungen im 21. Jahrhundert verstehen und beeinflussen zu können. Zwar sind zwischenstaatliche Kriege seltener geworden und die Zahl der Bürgerkriege ist insgesamt zurückgegangen, jedoch bleiben gewaltsame und andere Konflikte eine allgegenwärtige Herausforderung. Internationale Krisen, langwierige innerstaatliche Konflikte sowie staatliche und gesellschaftliche Gewalt zerstören noch immer das Leben von Millionen von Menschen. Sie sind außerdem ein zentrales Entwicklungshemmnis und gefährden die Sicherheit von Einzelnen, gesellschaftlichen Gruppen, Staaten und der Welt insgesamt.

Der Forschungsschwerpunkt "Frieden und Sicherheit" analysiert Friedens- und Konfliktprozesse in Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Nahen Osten und untersucht internationale Gewalt- und Sicherheitsdynamiken. Wir integrieren qualitative und quantitative Vergleichsmethoden, um die Rolle von lokalen, nationalen, regionalen und internationalen Akteuren in Konflikten zu erforschen.

Um umfassendes Wissen über Friedens- und Konfliktdynamiken zu gewinnen, arbeiten wir mit führenden Forschungsinstituten aus verschiedenen Weltregionen zusammen. Besonderes Augenmerk liegt auf dem zunehmenden transnationalen Charakter von Konflikten und der Friedensförderung. Unsere Forschungsergebnisse sollen dabei sowohl für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als auch für Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit von Nutzen sein.

Forscherinnen und Forscher des Forschungsschwerpunkts "Frieden und Sicherheit" untersuchen, wie soziale Identitäten und Ideologien Konflikte verstärken oder vermindern, welche Institutionen (wie Machtteilungs-Regierungen, Reformen des Sicherheitsapparats und Übergangsjustiz) Frieden fördern und wie externe Akteure Frieden und Konflikte beeinflussen sowie welchen Einfluss ihre Interventionen auf der lokalen, nationalen, regionalen und internationalen Ebene haben.

Forschungsteams

Das Forschungsteam analysiert, wie soziale Identitäten und Ideologie auf Mobilisierungsprozesse wirken und dabei verschärfend oder de-eskalierend auf Konfliktverläufe wirken können.
Das Forschungsteam untersucht, welche formellen institutionellen Regelungen (z.B. Machtteilungs-Regierungen oder Reformen des Sicherheitssektors) und informellen Strukturen dabei helfen, Konflikte zu beenden und Frieden zu fördern, sowie wie eine Vielzahl von Akteuren diese Prozesse beeinflussen.
Das Forschungsteam Interventionen und Sicherheit untersucht den Einfluss externer Akteure auf Frieden und Konflikte sowie die Auswirkungen ihrer Interventionen auf der lokalen, nationalen, regionalen und internationalen Ebene.

Neue Publikationen

Tim Glawion

Field Research in Conflict Environments: Interviews, Focus Groups, and Observations in Somaliland and the Central African Republic

in: Angela Heucher / Luisa Linke-Behrens / Leon Schettler (eds.), Measuring Statehood on a Sub-National Level: A Dialogue among Methods, SFB-Governance Working Paper Series, No. 71, Berlin: Freie Universität Berlin, 2017, 35-39

Matthias Basedau / Simone Gobien / Sebastian Prediger

The Ambivalent Role of Religion for Sustainable Development: A Review of the Empirical Evidence

GIGA Working Paper, No. 297, February 2017

Julia Strasheim

Interim Governments and the Stability of Peace

Heidelberg: Universität Heidelberg, 2017

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