Globale Ordnungen und Außenpolitiken

Globale Ordnungen und Außenpolitiken

Der Forschungsschwerpunkt Globale Ordnungen und Außenpolitiken befasst sich mit der Entwicklung, Aufrechterhaltung und Infragestellung regionaler und globaler Ordnungen in der heutigen Weltpolitik sowie mit dem Handeln und den Strategien etablierter und aufstrebender Akteure und Strukturen, die zu diesen Ordnungsprozessen beitragen.


  • Wir versuchen, die neue Komplexität der Weltpolitik besser zu erklären und zu verstehen, wobei wir uns auf staatliche und nichtstaatliche Akteure im Globalen Süden sowie auf die internationalen Institutionen konzentrieren, mit denen diese zusammenarbeiten (oder auch nicht). Wir analysieren Trends wie den Klimawandel, globale Gesundheitskrisen, Populismus und die zunehmende Polarisierung im Bereich von Geopolitik und Geoökonomie. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der wachsenden Bedeutung der Süd-Süd-Beziehungen und ihren Auswirkungen auf globale Ordnungen.

    Unsere Forschung ist von den Disziplinen Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen geprägt, wir stehen aber auch in engem Austausch mit Forschenden aus Ökonomie, Geographie und Friedens- und Konfliktforschung. Auch wenn derzeit qualitative Methoden in unserer Arbeit überwiegen, gehören quantitative und gemischte Methoden ebenfalls zu unserem Instrumentarium. Wir arbeiten mit einer Vielzahl von Partner:innen innerhalb und außerhalb des Globalen Südens zusammen und haben starke Netzwerke mit Forschenden, politischen Entscheidungsträger:innen und politischen Thinktanks aufgebaut. Unsere Arbeit in den Regionen ist stark in die Politikgestaltung eingebunden, trägt aber auch zur integrativen und gemeinsam erarbeiteten Theoretisierung von internationalen Beziehungen, Governance, Multilateralismus und Außenpolitik bei, insbesondere aus der Perspektive des Globalen Südens.

    The Sciences Po Series in International Relations and Political Economy | 2025

    Europeans and the Indo-Pacific: Is There a ‘Third Way’ Between China and the United States?

    This chapter details the evolution of French and German policies toward the Indo-Pacific region, shedding light on divergencies and differences. It concludes by outlining how the demand for alternatives across Indo-Pacific states creates room for European involvement outside the US-China rivalry.

    Dr. Christophe Jaffrelot

    Centre d’Études et de Recherches Internationales, SciencesPo

    GIGA Insights | 01.2026

    What Directions Might China–Venezuela Relations Take after Maduro’s Downfall?

    China and Venezuela’s long-standing alliance faces its toughest test yet after Maduro’s arrest. From oil-for-loans deals to digital surveillance and military cooperation, Beijing now risks losing influence as Washington moves to assert dominance over Caracas.

    Jahrbuch der Vereinigung für sozialwissenschaftliche Japanforschung | Iudicium | 12.2025

    Japan 2025: Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

    Die 48ste Ausgabe des Japan Jahrbuchs versammelt eine Sondersektion zu den nationalen Wahlen in 2024 und 2025 mit sechs Kurzbeiträgen, gefolgt von drei Übersichtsbeiträgen sowie vier Forschungsartikeln zu Politik und Gesellschaft – die ein Double-Blind-Begutachtungsverfahren erfolgreich durchlaufen haben.

    Prof. Dr. David Chiavacci

    Universität Zürich

    Forschungsprojekt | 01.01.2026 - 31.12.2032

    Co-Creating Narrative-Based Near-Term Climate Predictions to Prepare for Volatile Future Climates (part of Excellence Cluster CLICCS / Phase II)

    The Cluster of Excellence “Climate, Climatic Change, and Society” (CLICCS), based at Universität Hamburg, is guided by the overarching question: "Which climate futures are possible and which are plausible?" This GIGA co-led project in the cluster's second phase aims to enhance the use of near-term climate predictions through the use of narratives, where effective narratives are not only founded in climate dynamics, but - through an iterative process - co-created with societal actors.
    DFG, Excellence Strategy, 2026-2032

    Forschungsprojekt | 01.01.2026 - 30.06.2026

    European Approaches to the Indo-Pacific

    Italy is one of the few major European countries without a formal Indo-Pacific strategy. This policy-oriented project led by the Torino World Affairs Institute aims at assisting the Italian government in deciding on whether to adopt such a strategy and to identify lessons that can be learned from France and Germany's Indo-Pacific engagements.
    Ministry of Foreign Affairs, Italy, 2026

    Forschungsprojekt | 01.11.2025 - 31.10.2028

    Leibniz Research Network "China"

    The Leibniz Research Network "China" consolidates existing China expertise within the Leibniz Association and makes it politically utilisable. In addition, experience-sharing between members supports them in conducting cooperation with Chinese partners while maintaining research security. The GIGA contributes to the network, inter alia, with its expertise on China’s foreign policy.
    Leibniz Association, 2025-2028

    Forschungsprojekt | 01.01.2025 - 31.12.2027

    Intellectual Contestation over China’s Multiethnic Regime

    This project will critically examine the societal discourse surrounding ethnic politics in mainland China, focusing on how intellectuals utilized various philosophical, theoretical, and cultural resources while adapting, appropriating, and rearticulating ideas to engage with the subject. It will shed light on the critical-mindedness and agency of contemporary Chinese intellectuals and enhance our understanding of intellectual praxis and knowledge production in a non-Western context.
    DFG, 2025-2027

    Forschungsprojekt | 01.10.2024 - 30.09.2027

    World Order Narratives of the Global South, Phase II

    In its second funding phase, the WONAGO project continues to investigate powerful world order narratives in Latin America, Africa, the Middle East and Asia. It particularly aims to understand those perceptions in these regions that - as currently in the Ukraine war - differ significantly from prevailing ideas in the U.S., the EU, and their allies.
    BMFTR, 2024-2027

    Forschungsprojekt | 01.04.2024 - 31.03.2027

    Leibniz Lab Systemic Sustainability

    The rapid loss of biodiversity and ongoing climate change are also the result of intensive agriculture. At the same time, they jeopardize agriculture and food security. The Leibniz Lab "Systemic Sustainability" brings together relevant knowledge in science and society on this fundamental challenge in order to promote the development and implementation of systemic solutions.
    Leibniz Association, 2024-2027

    Dr. Anette Ruml

    Ehemals GIGA-Teammitglied

    Forschungsprojekt | 01.02.2024 - 31.12.2026

    Digital Transformation Lab (DigiTraL), Phase II: Digitalisierung als Chance für Kooperationen mit globalen Partnern

    Das vom Auswärtigen Amt geförderte Digital Transformation Lab (DigiTraL) des GIGA analysiert die politischen Treiber und Konsequenzen der globalen digitalen Transformation. Dabei ist insbesondere der Globale Süden ein wichtiger Akteur und Gestalter dieses Wandels.
    FFO, 2024-2025

    Forschungsprojekt | 01.01.2024 - 31.12.2025

    Climate Obstruction and Foreign Policy in Comparative Perspective

    The fight against climate change continues to be hindered by campaigns of corporate and other actors who seek to prevent global and/or national action on climate change. This research group is set up to a joint and comparative research agenda on climate obstruction in and across key Global South countries. The lead institutions are the GIGA and the Universidade do Estado do Rio de Janeiro (UERJ).
    DAAD/CAPES, 2024-2026

    Team


    Assoziiert



    Arbeitsgruppen


    Arbeitsgruppe 1: Internationale Institutionen und Legitimität

    Die Arbeitsgruppe untersucht die Politik der internationalen institutionellen Entwicklung. Wir analysieren, wie der Aufstieg von Mächten aus dem Globalen Süden, transnationalen Aktivistengruppen und anderen einflussreichen nichtstaatlichen Akteuren die Bildung regional unterschiedlicher Institutionen und Prinzipien beeinflusst und wie diese regionalen Veränderungen zur wachsenden Komplexität der globalen multilateralen Ordnung beitragen. Diese zunehmend polyzentrische Ordnung bietet einerseits mehr Möglichkeiten zur Interaktion und mehr Flexibilität bei der Wahl der Partner:innen auf regionaler und internationaler Ebene. Andererseits haben die Vervielfachung und Überschneidung von Institutionen, die durch die neue Ordnung hervorgerufen wurden, zu Fragmentierung und Unordnung geführt, die die normativen Grundlagen und die empirische Legitimität der multilateralen Ordnung und ihrer elementaren Institutionen in Frage stellen.

    Sprecher*in

    N.N.



    Arbeitsgruppe 2: Ideen, Akteure und globale Politik

    Die Arbeitsgruppe untersucht die Vielfalt der nationalen und transnationalen Akteure, die an der globalen und regionalen Politik beteiligt sind, sowie ihre jeweiligen außenpolitischen Interessen, Verhandlungsstrategien und Weltanschauungen. Die Globalisierungsprozesse der letzten Jahrzehnte haben zur Internationalisierung zuvor innerstaatlicher Akteure beigetragen – von Unternehmen über politische Parteien bis hin zu zivilgesellschaftlichen Gruppen. Gleichzeitig haben eine Reihe von Staaten des Globalen Südens, von aufstrebenden Mächten wie China und Indien bis hin zu regionalen oder mittleren Mächten wie der Türkei und Saudi-Arabien, in einer zunehmend multipolaren Welt an diplomatischer Sichtbarkeit, wirtschaftlichem Einfluss und politischer Bedeutung gewonnen. Daher sind die spezifischen politischen Ideen, Narrative und Ideologien, die von den an der Außenpolitik beteiligten nationalen Akteuren im Globalen Süden vertreten werden, für das Verständnis der heutigen internationalen Beziehungen wichtiger geworden. Unter Berücksichtigung der nationalen Institutionen und Politiken analysieren die Arbeitsgruppenmitglieder auch die spezifischen Prozesse, die bei der Ausarbeitung einzelner Außenpolitiken sowie allgemeiner Visionen der internationalen Ordnung im Globalen Süden eine Rolle spielen.

    Präsidentin (ad interim)

    Prof. Dr. Sabine Kurtenbach leitet das GIGA als Präsidentin (ad interim).

    Prof. Dr. Sabine Kurtenbach

    Regionalinstitute

    Afrika|Asien|Lateinamerika|Nahost

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