GIGA Focus Global

Chinas „Global Security Initiative“ und ihre Rezeption im Globalen Süden

Nummer 2 | 2026 | ISSN: 1862-3581


  • A navy soldier of PLA stands guard as Chinese citizens board the naval ship "Linyi" at a port in Aden, March 29, 2015.

    Mit der „Global Security Initiative“ (GSI) hat sich China als globaler Sicherheitsakteur in Stellung gebracht. Die im Jahr 2022 gestartete Initiative basiert auf Chinas Konzept der „umfassenden nationalen Sicherheit“ und setzt damit primär auf interne Kontrolle und Stabilität. Gleichzeitig externalisiert China durch internationale Aktivitäten im Kontext der GSI dieses Sicherheitsverständnis. Wie wird die GSI in Kernregionen wie Ostafrika, Südostasien und dem Nahen Osten wahrgenommen und was bedeutet sie für die internationale Sicherheitsarchitektur?

    • Während der Westen kritisch auf die Initiative blickt, wird sie unter den Eliten in vielen Ländern des Globalen Südens überwiegend positiv wahrgenommen. In Südostasien, Ostafrika oder dem Nahen Osten suchen Staaten nach alternativen Sicherheitspartnern zu den USA. Davon profitiert China.

    • Durch die GSI externalisiert China zunehmend ein eigenes Verständnis von Sicherheit, das auf Kontrolle und Regimestabilität beruht. Während sich westliche Akteure primär auf militärische Zusammenarbeit für externe Verteidigung fokussieren, sieht China seinen komparativen Vorteil darin, Angebote für mehr innere Sicherheit zu unterbreiten.

    • Ein wesentlicher Teil der GSI ist demnach Chinas Ausbau internationaler Polizeikooperationen, inklusive dem Export von Sicherheits- und Überwachungstechnologien. Das birgt langfristig die Gefahr, dass China mehr politischen Einfluss erlangt und regionale Sicherheitsstrukturen und -standards nach seinen eigenen Vorstellungen umgestaltet.

    Fazit

    In einem zunehmend kompetitiven internationalen Sicherheitsumfeld muss die Bundesregierung die Suche nach alternativen Sicherheitspartnern im Globalen Süden intensivieren. Hierzu braucht es auch bessere deutsche und europäische Sicherheitsangebote sowie verlässliche Signale stärkerer sicherheitspolitischer Präsenz. Gleichzeitig sollte Deutschland auf bilateraler Ebene den Dialog mit China über „harte“ Sicherheitsthemen und Ordnungsfragen intensivieren und auf eine kohärente EU-Position gegenüber China hinarbeiten.


    Chinas „Global Security Initiative“

    Als Xi Jinping im April 2022 auf dem Boao-Forum die „Global Security Initiative“ (GSI) präsentierte, traf sie auf eine sich auflösende internationale Ordnung. Nur zwei Monate zuvor hatte Russland die Ukraine angegriffen. Die zweite Amtszeit Donald Trumps als US-Präsident hat nun die Auflösungserscheinungen massiv verstärkt. Schließlich offenbaren die jüngste US-amerikanische Sanktionspolitik, die Entführung des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro, Luftschläge im Iran und Nigeria sowie die von Donald Trump öffentlich geäußerte Absicht, Grönland übernehmen zu wollen – notfalls auch militärisch – eine wachsende Bereitschaft der USA, Macht ganz unverhohlen jenseits etablierter internationaler Normen einzusetzen. In dieser fluiden Ordnung formiert sich ein neues geopolitisches Spielfeld, auf dem Großmächte um Einfluss ringen und Staaten des Globalen Südens gezielt nach strategischen Alternativen suchen. Vor diesem Hintergrund erscheint die GSI nicht als bloße Propaganda, sondern als strategischer Vorstoß Pekings, die globale Unordnung auszunutzen, um einen sicherheitspolitischen Gegenentwurf zu einem als hegemonial wahrgenommenen amerikanischen Führungsanspruch zu etablieren.

    Tatsächlich verweisen halbamtliche chinesische Quellen darauf, dass bis zum Jahr 2024 bereits 119 Staaten und internationale Organisationen Unterstützung für die Strategie signalisiert haben (Gao 2025). Gleichzeitig entstehen vermehrt konkrete Kooperationsformate: ein gemeinsamer Ministerdialog zur Sicherheits- und Strafverfolgungskooperation mit 14 Partnerstaaten in Ostafrika, Militärübungen am Persischen Golf oder ein chinesisches Zentrum für Polizeiausbildung auf den Pazifischen Inseln. Die GSI hat sich inzwischen von einer programmatischen Ankündigung hin zu einem Instrument praktischer sicherheitspolitischer Einflussnahme entwickelt.

    Konzeptionell ist die GSI weniger ein detailliertes Programm als ein übergreifender sicherheitspolitischer Rahmen und ein machtvolles politisches Symbol. Sie bildet einen Kernbestandteil von Chinas Vorschlag für eine reformierte Weltordnung und ist eingebettet in die Vision einer „community with a shared future for mankind“ (wörtlich: Gemeinschaft mit geteilter Zukunft der Menschheit, oft übersetzt als: Schicksalsgemeinschaft der Menschheit). Gemeinsam mit der Global Development Initiative (GDI), der Global Civilization Initiative (GCI) sowie der jüngst vorgestellten Global Governance Initiative (GGI) zählt die GSI zu einer Reihe von Initiativen, die als komplementäre Bausteine eines alternativen internationalen Ordnungsmodells fungieren.

    Die GSI und die Erweiterung des chinesischen Sicherheitsverständnisses in den Jahren 2014 bis 2025

    Die GSI knüpft an frühere chinesische Sicherheitskonzepte an, etwa Jiang Zemins „neues Sicherheitskonzept“ der 1990er-Jahre. Zugleich spiegelt sie Xi Jinpings persönliches Verständnis von Sicherheit wider, das vorrangig der Stabilisierung des politischen Systems dient. Sein im Jahr 2014 eingeführtes Prinzip der „umfassenden nationalen Sicherheit“ umfasst mittlerweile 16 Sicherheitsbereiche, die als zentral für Chinas Entwicklung und die Sicherung der Macht des Parteistaates gelten. Dieses Konzept ist eng mit dem Ziel der „Wiederbelebung der chinesischen Nation“ bis zum Jahr 2049 verknüpft und fest in Parteiverfassung, nationaler Gesetzgebung und strategischen Dokumenten verankert.

    Ein Merkmal Chinas in der Xi-Ära ist die Mischung aus wachsendem Selbstbewusstsein und einer weiterhin tiefsitzenden Unsicherheit, mit der die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) sicherheitspolitische Herausforderungen betrachtet. Die Bedrohungswahrnehmungen haben dabei seit Beginn von Xis Amtszeit deutlich zugenommen, wie spätestens auf dem letzten Parteitag im Jahr 2022 deutlich wurde. Peking sieht sich – nach innen wie nach außen – potenziell subversiven Kräften ausgesetzt und betrachtet insbesondere die USA als treibende Kraft einer Eindämmungsstrategie gegenüber China. Gleichzeitig ist der Parteistaat überzeugt, über die organisatorischen Kapazitäten zu verfügen, Risiken frühzeitig zu erkennen und Gefahren präventiv zu neutralisieren. Dieses Selbstverständnis bildet die Grundlage, um Macht und Sicherheit zunehmend global zu projizieren.

    Die GSI überträgt diese innenpolitisch geprägte Sicherheitslogik nun auf die internationale Ebene (Drinhausen und Legarda 2022). Zentrale Prinzipien der Initiative – Respekt vor Souveränität und territorialer Integrität oder friedliche Konfliktbeilegung – entsprechen vertrauten Leitlinien chinesischer Außenpolitik. Der Verweis auf „unteilbare Sicherheit“ – also der Idee, dass die Sicherheit eines Staates untrennbar mit der Sicherheit aller anderen Staaten verbunden ist – stellt eine partielle Neuerung dar, taucht jedoch in anderen chinesischen Formaten wie der SCO-Charta ebenfalls auf. Insgesamt beruht das sicherheitspolitische Denken der GSI auf zwei ganz unterschiedlichen Grundannahmen: der Sorge um potenzielle Untergrabung der Machtbasis der Partei durch interne und externe Akteure und der Überzeugung, dass Chinas politisches System stabiler und anderen überlegen ist.

    Mit der Nationalen Sicherheitsstrategie aus dem Jahr 2025 wird abermals deutlich, dass China Sicherheit nicht länger primär als innenpolitische Kategorie versteht. Während das White Paper „National Security in the New Era“ (The State Council Information Office 2025) die interne Doktrin eines umfassenden Sicherheitsansatzes definiert, operationalisiert die GSI diese Logik nach außen – über multilaterale Foren, Konzeptpapiere und sicherheitspolitische Kooperationsplattformen. Beide Dokumente verkörpern den chinesischen Anspruch eines „ganzheitlichen Sicherheitsansatzes“ und Pekings Bemühungen, globale Normen stärker mitzugestalten. Sie stellen exklusive Bündnissysteme infrage und positionieren China als Architekten eines alternativen, kooperationsorientierten Sicherheitsparadigmas. Verglichen mit dem stark innenfokussierten Verteidigungsweißbuch aus dem Jahr 2019 markiert dies einen Rollenwandel hin zu einer Macht, die sich zunehmend als verantwortlicher Akteur einer international „gemeinsamen Sicherheit“ präsentiert.

    Die Bedeutung der GSI für Chinas Außen- und Sicherheitspolitik

    Die GSI ist ein zentraler Baustein in Chinas Bestreben, die internationale Ordnung stärker nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Sie erfüllt dabei insbesondere drei miteinander verknüpfte Funktionen:

    1. Strategische Rahmensetzung für Chinas sicherheitspolitisches Handeln

    Die GSI überführt Chinas innenpolitisch entwickeltes Konzept der „umfassenden nationalen Sicherheit“ in die Außenpolitik des Landes. Sie bietet einen normativen Bezugsrahmen, um Chinas Sicherheitsverständnis – stark geprägt von Regimestabilität, politischer Kontrolle und nichttraditionellen Sicherheitsfeldern – auch international zu verankern. Damit dient sie als Leitlinie für sicherheitsrelevante Diplomatie, bilaterale Kooperationsformate und multilaterale Initiativen.

    2. Instrument zur Erweiterung chinesischer Einflussmöglichkeiten

    Im Zuge der GSI schafft China neue Kooperationsplattformen, Dialogforen und bilaterale Formate, über die es sicherheitsrelevante Netzwerke im Globalen Süden ausbaut. Staaten in Südost- und Zentralasien, Afrika, Lateinamerika und dem Nahen Osten werden durch Angebote in Bereichen wie Polizeizusammenarbeit, Cybersicherheit oder Terrorismusbekämpfung enger an China gebunden. Dadurch erweitert China seine sicherheitspolitische Reichweite jenseits militärischer Machtprojektion. Einerseits entstehen sicherheitspolitische Abhängigkeiten mit den betroffenen Regierungen. Andererseits kann Peking seine wachsenden Auslandsinvestitionen besser schützen. Ebenso ergeben sich dadurch verbesserte Möglichkeiten der Kontrolle der chinesischen Diaspora.

    3. Politisches Gegennarrativ zu westlichen Sicherheitsmodellen

    Die GSI dient China als sicherheitspolitisches Gegenmodell zu US-geführten Allianzen und Militärkooperationen. China präsentiert die GSI als „inklusiv“ und „kooperativ“. Damit beabsichtigt China die Delegitimierung westlicher Bündnissysteme, versucht eigene normative Konzepte wie „unteilbare Sicherheit“ zu etablieren und die internationale Debatte über Sicherheit stärker mitzuprägen. In diesem Sinne ist die GSI durchaus Teil eines größeren chinesischen Projekts, das darauf abzielt, die internationale Ordnung graduell zu verändern und Diskursmacht zu gewinnen.

    China positioniert sich damit zunehmend als ernstzunehmender internationaler Sicherheitsakteur. Diese Rolle geht über die traditionelle Beteiligung an UN-Friedensmissionen hinaus und ist eng mit Chinas generell wachsenden sicherheitspolitischen Aktivitäten der vergangenen Dekade verbunden. Diese reflektieren Pekings Anspruch, sich nicht länger auf wirtschaftliche Stärke zu beschränken. Das im Jahr 2023 veröffentlichte Konzeptpapier zur GSI formuliert ambitioniert das Ziel, „die Ursachen internationaler Konflikte zu beseitigen, die globale Sicherheitsgovernance zu verbessern und durch gemeinsame Anstrengungen mehr Stabilität in eine volatile Welt zu bringen“ (Xinhua 2023).

    Gleichwohl deckt China bislang nur Teilbereiche sicherheitspolitischer Leistungen ab. So legt die GSI einen besonderen Schwerpunkt auf nichtmilitärische bzw. nichttraditionelle Sicherheit – Bereiche, die aus chinesischer Sicht indes eng mit klassischen Bedrohungen verwoben sind. Dass China seit Langem auch einer der weltweit führenden Waffenexporteure ist, wird im Kontext der GSI verschwiegen. Stattdessen wird Chinas Bestreben deutlich, sich vom US-Modell eines sicherheitspolitischen Primärfokus auf militärische Zusammenarbeit abzugrenzen. Ein markantes Element ist Chinas wachsende Bereitschaft, andere Staaten im Bereich politischer bzw. Regimesicherheit zu unterstützen. Somit ist die Kommunistische Partei – angesichts historischer Erfahrungen mit westlichem Imperialismus und normativer Differenzen zur westlich geprägten internationalen Ordnung – um ein internationales Umfeld bemüht, das für das eigene politische System sicherer erscheint.

    Chinas internationale Polizeikooperationen im Kontext der GSI

    Wenn es darum geht, die GSI mit konkretem Handeln Chinas zu verknüpfen, stehen internationale Polizeikooperationen an vorderster Stelle. Gemäß jüngst veröffentlichten Daten (siehe Greitens, Kardon und Waltz 2025) hat China im Zeitraum der Jahre 2000 bis 2025 annähernd 900 polizeiliche und polizeiähnliche Trainingsprogramme mit 138 Partnerländern durchgeführt. Der Zeitraum für diese Erhebung erstreckt sich somit auch auf Jahre vor der Verkündung der GSI. Gleichwohl ist auffällig, dass derartige Trainingsprogramme nach einer zwangsweisen Coronapause und mit Einführung der GSI wieder rasant an Fahrt aufgenommen haben. Ebenso bemerkenswert ist, dass sich die Partnerländer für diese Programme nahezu auf der ganzen Welt verteilen. Lediglich in Nordamerika sowie in Teilen Europas (insbesondere Mittel- und Nordeuropa, darunter auch Deutschland) wurden solche Trainings offenbar nicht abgehalten, wobei Chinas regionaler Fokus dabei auf seiner eigenen Peripherie (Zentral- und Südostasien) wie auch auf Afrika zu liegen scheint.

    Inhaltlich bilden Chinas Trainingsprogramme, hinter denen federführend in der Regel das Ministerium für Öffentliche Sicherheit steht, ein breites Portfolio ab. Zumeist geht es allgemein um Kapazitätsaufbau. Jedoch gibt es auch spezifischere Trainings, die sich durchaus an den Bedarfen der Partnerländer orientieren und besonders Themen wie Kriminalitätsbekämpfung und Gesetzesvollzug, Antiterrorismus, Verhörtechniken, den Schutz kritischer Infrastruktur, Personenschutz oder Grenzkontrollen beinhalten. Laut Greitens, Kardon und Waltz (2025) besteht ein typisches Trainingsprogramm aus einem mehrwöchigen, vorlesungsbasierten Ausbildungskurs, der an einer chinesischen Polizeihochschule angeboten wird. Im Verlauf eines solchen Kurses nehmen die Teilnehmenden jedoch häufig auch an chinesischen Kulturprogrammen, Exkursionen zu lokalen Behörden der öffentlichen Sicherheit sowie an praktischen Übungen teil.

    Das vorrangige Ziel solcher Polizeikooperationen liegt darin, den rhetorischen Leitlinien der GSI realpolitischen Nachdruck zu verleihen – China also tatsächlich als globalen Sicherheitsakteur in Stellung zu bringen. Polizeikooperationen bieten sich dabei in mehrfacher Hinsicht als vielversprechend an. Zum einen vermeiden sie direkten Wettbewerb mit anderen globalen Sicherheitsakteuren. Zum anderen eröffnen diese Programme China die Möglichkeit, die Sicherheitsinstitutionen, -praktiken und -normen der Partnerländer aktiv mit- und umzugestalten. Nicht zuletzt durch den Export relevanter Sicherheitstechnologien trägt China hierbei mitunter gewollt auch zu staatlicher Repression und Gewalt bei. Ebenso versetzt sich China mittels dieser Kooperationen verstärkt in die Lage, eigene Sicherheitsstandards zu setzen, diese international zu verbreiten und sich dabei noch als positive Kraft für globale Stabilität und öffentliche Sicherheit zu inszenieren.

    Abseits sicherheitsbezogener Ziele ergeben sich aus den Polizeikooperationen auch neue Wege, sich politische Loyalität zu erkaufen oder sich die Unterstützung der Kooperationspartner etwa in multilateralen Foren zu sichern. Außerdem bespielen diese Formate letztlich auch ökonomische Interessen Chinas: Einerseits können sie im Gegenzug den Zugang zu Rohstoffen erleichtern. Andererseits wird chinesischen Sicherheitsfirmen durch sie die Tür geöffnet, ihre Waren international zu exportieren, darunter Produkte, die in Projekten für Infrastruktur, Polizeiarbeit oder „öffentliche Sicherheit“ verwendet werden. Prominente Beispiele dafür sind etwa Hikvision, einer der Marktführer für Videoüberwachungssysteme, oder Zhejiang Dahua Technology, einer der größten Hersteller der dazugehörigen Softwarelösungen.

    Rezeption der GSI im Globalen Süden – drei Regionen im Fokus

    Die internationalen Reaktionen auf die GSI fallen regional höchst unterschiedlich aus. In der westlichen Welt blickt man kritisch auf die Initiative. Das liegt schon daran, dass eine offen antiamerikanische Stoßrichtung bei Verkündung der Initiative unübersehbar war.

    Betrachtet man indessen die Reaktionen aus Ländern des Globalen Südens, erscheint die Wahrnehmung der GSI insgesamt eher positiv, wenngleich nicht uneingeschränkt. Einerseits wird oftmals anerkannt, dass Kerngedanken des chinesischen Narrativs rund um die GSI, wie Zusammenarbeit, Konsultationen und Nichteinmischung, für viele Entwicklungsländer durchaus attraktiv seien. Andererseits werden mitunter Bedenken geäußert, dass die GSI für die teilnehmenden Staaten eine „Falle“ (Bobokhonov 2024) darstellen könne, da man sich unter Umständen in große Abhängigkeiten gegenüber Peking begebe. Ambivalenzen zeigen sich auch in den folgenden regionalspezifischen Bewertungen. Dabei gilt es zu beachten, dass die Datenlage zur Rezeption der GSI nicht sehr umfangreich ist.

    Südostasien

    Südostasien ist eine Kernregion für Peking bei der Umsetzung der GSI. Somit ist für China von großer Bedeutung, dass im Rahmen der von China im Jahr 2016 ins Leben gerufenen Lancang-Mekong Cooperation (LMC) alle anderen Mitgliedstaaten, Kambodscha, Laos, Myanmar, Thailand und Vietnam, offiziell ihre Unterstützung für die GSI bekundet haben. Erwähnenswert ist dabei besonders die Einrichtung des Lancang-Mekong River Integrated Law Enforcement and Security Cooperation Center, das mittlerweile in den GSI-Rahmen integriert wurde. Über dieses Zentrum führt China mit Laos, Myanmar und Thailand unter anderem regelmäßig gemeinsame Patrouillen und Strafverfolgungsmaßnahmen auf dem Mekong durch, die sich vor allem gegen den illegalen Drogenhandel in der Subregion richten. Im September 2024 beispielsweise fanden die nahezu monatlich abgehaltenen Mekong River Patrols zum 145. Mal statt. Daran beteiligt waren sieben Schiffe und über 130 Einsatzkräfte, die über vier Tage lang gemeinsam trainierten.

    Einen interessanten Einblick in die Bewertung der GSI durch die Bevölkerungseliten in den seinerzeit noch zehn Mitgliedstaaten der Vereinigung Südostasiatischer Nationen (ASEAN) gewährt die alljährlich vom ISEAS – Yusof Ishak Institute in Singapur durchgeführte und als repräsentative einzustufende Umfrage „The State of Southeast Asia“ aus dem Jahr 2023, also ein Jahr nach Gründung der Initiative. Insgesamt ist das Urteil zur GSI sehr durchwachsen. Knapp 45 Prozent aller Befragten hatten entweder gar kein oder nur wenig Vertrauen, dass die Region von der Initiative profitieren werde. Zieht man die fast 30 Prozent der Befragten ab, die sich zu der Frage nicht wertend äußerten (Antwort: „no comment“), bleiben nur etwas mehr als 25 Prozent, die der GSI Vertrauen entgegenbrachten. Als Hauptgrund für die Skepsis wird die Befürchtung genannt, dass die GSI die Spannungen zwischen den USA und China verschärfen und somit auch den Druck auf die Staaten der Region erhöhen könnte, Partei zu ergreifen. Diejenigen, die der Initiative eher positiv gegenüberstehen, führen insbesondere an, dass die GSI andere Kooperationsplattformen ergänzen und daher auch zu einer verbesserten Machtbalance in der Region beitragen könnte (ISEAS 2023).

    Vor dem Hintergrund chinesischer Erfolge mit der GSI im Rahmen der LMC sind die Ergebnisse der genannten Umfrage gerade deshalb bemerkenswert, weil unter den Eliten, die besonders misstrauisch gegenüber der Initiative eingestellt sind, die Befragten aus Myanmar, Thailand und Vietnam die vorderen Plätze einnehmen. Gleichzeitig gehören die Befragten aus Kambodscha und Laos zu denjenigen, die eine überdurchschnittlich optimistische Vorstellung von der GSI haben (ISEAS 2023). Daraus lassen sich wichtige Erkenntnisse ableiten: Zum einen ist nicht nur die gesamte Region Südostasiens einigermaßen gespalten, was die Rezeption der GSI angeht. Auch innerhalb der Staaten, mit deren Regierungen China seit geraumer Zeit auch im Zuge der GSI besonders eng kooperiert, gehen die Meinungen über die Vor- und Nachteile der Initiative auseinander. Dies deutet zum anderen darauf hin, dass es zwischen den politischen Entscheidungstragenden und den Bevölkerungseliten in den südostasiatischen Staaten enorme Unterschiede hinsichtlich der Einschätzung der GSI gibt. Während die Entscheidungstragenden, vor allem in den Mekong-Anrainerstaaten auf dem südostasiatischen Festland, die GSI offiziell unterstützen, sind die Bevölkerungseliten deutlich kritischer.

    Afrika

    Ein ganz ähnliches Bild lässt sich auch für weite Teile Afrikas zeichnen. Bereits im August 2022 hieß es in der gemeinsamen Erklärung des Forum on China-Africa Cooperation (FOCAC), dass dessen afrikanische Mitglieder die GSI begrüßten. Entsprechend ist das FOCAC seither ein Ort, wo chinesisch-afrikanische Zusammenarbeit im Rahmen der GSI eine signifikante Rolle spielt. So geschehen im September 2024, als Präsident Xi angekündigte, dass China 1.000 Polizeibeamte ausbilden und eine „Demonstrationszone“ für GSI-Kooperationen in Afrika einrichten werde. Ein Bericht des Africa Center for Strategic Studies aus dem Jahr 2023 schätzt, dass rund ein Jahr nach Start der GSI bereits fast 40 afrikanische Staaten bilaterale Vereinbarungen mit Chinas Behörden für öffentliche Sicherheit getroffen hatten (Nantulya 2023).

    Innerhalb Afrikas scheint ein Fokus der GSI auf dem Osten des Kontinents zu liegen. Im September 2024 lud Chinas Minister für öffentliche Sicherheit, Wang Xiaohong, zum ersten China-Ostafrika-Ministerdialog für Strafverfolgung und Sicherheitskooperation ein. An diesem neuen Format nahmen die 14 Mitgliedstaaten der East African Police Chiefs Cooperation Organization (EAPPCO) teil. Die chinesische Seite verpflichtete sich, gemeinsam mit der EAPPCO und ihren Mitgliedern die Kapazitätsentwicklung und den Personalaustausch zu fördern. Auch im bilateralen Bereich hat es vermehrt konkrete Kooperationen in Ostafrika gegeben. So wurde beispielsweise im Jahr 2024 das Ethiopia-China Law Enforcement Center gegründet, das unter anderem den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit im Bereich der Ausbildung zwischen den Strafverfolgungsbehörden beider Staaten vertiefen soll.

    Viele afrikanische Regierungen sehen durchaus Vorteile in einer Beteiligung an der GSI. Sie erhoffen sich davon unter anderem einen besseren Zugang zu wirtschaftlicher Hilfe, Infrastrukturfinanzierung und erschwinglicher Sicherheitstechnik. Einige Eliten, besonders in autoritär geführten Staaten, teilen darüber hinaus Chinas Fokussierung auf Sicherheitsbedrohungen im Inneren und sind Repressionen gegenüber den eigenen Bevölkerungen nicht abgeneigt. Letztlich wird in der GSI oft eine Alternative zu Sicherheitszusammenarbeit mit westlichen Staaten gesehen. Gleichzeitig gibt es aber auch kritische Stimmen, die die Gefahren der GSI darin sehen, dass durch die Zusammenarbeit mit China autoritäre Politikmechanismen gestärkt und demokratische Prinzipien ausgehöhlt werden könnten – nicht zuletzt durch neue Möglichkeiten digitaler Überwachung. Außerdem besteht ähnlich wie in Südostasien verbreitet die Sorge, dass eine Einbindung in die GSI afrikanische Staaten verstärkt in die chinesisch-amerikanische Großmachtrivalität hineinziehen könnte.

    Naher Osten

    Weniger eindeutig stellt sich die Lage im Nahen Osten dar. Betrachtet man den Persischen Golf, eine Region, deren Sicherheitsarchitektur sich seit geraumer Zeit in einem Interregnum befindet, lässt sich ein verstärkter chinesischer Einfluss beobachten, insbesondere seit der Einführung der GSI. Als chinesisches Vorzeigeprojekt für den Erfolg dieser Initiative gilt die von Peking vermittelte diplomatische Annäherung zwischen Iran und Saudi-Arabien im Frühjahr 2023. China nutzt diesen Prozess gezielt als Nachweis seiner wachsenden Kompetenz in internationaler Mediation. Und tatsächlich wurde die Annäherung von vielen regionalen Akteuren als erster konkreter Beleg dafür wahrgenommen, dass China über seine Rolle als wirtschaftlicher Partner hinaus auch politisch-diplomatischen Einfluss ausüben kann.

    Auch im Umgang mit regionalen Großkonflikten, etwa im Spannungsfeld zwischen Israel und Iran, versucht China diplomatisch zu wirken und Eskalationsdynamiken rhetorisch und politisch zu dämpfen. Die Resonanz auf diese Bemühungen ist aber gespalten. Einerseits wird Pekings Vermittlungsanspruch anerkannt, andererseits legen die Eskalationen der vergangenen Jahre die Grenzen chinesischen Einflusses offen. China verfügt weder über umfassende sicherheitspolitische Hebel noch über eine substanzielle militärische Präsenz vor Ort, die es erlauben würde, über diplomatische Appelle hinaus ordnungspolitisch einzugreifen.

    Zwar existieren punktuelle militärische Kooperationsformate, etwa die seit dem Jahr 2019 regelmäßig durchgeführten gemeinsamen Übungen der Seestreitkräfte „Marine Security Belt“ mit Iran und Russland im Indischen Ozean beziehungsweise im Golf von Oman. Diese Manöver dienen primär Ausbildungszwecken, maritimer Präsenz und strategischer Symbolik im Hinblick auf die Sicherheit internationaler Seehandelsrouten. Sie stellen jedoch keine formellen Bündnisübungen dar und sind nicht als direkte militärische Umsetzung der GSI konzipiert. Gleichwohl werden sie im erweiterten sicherheitspolitischen Kontext des chinesischen Engagements im Nahen Osten interpretiert und tragen zur Etablierung eines alternativen sicherheitspolitischen Narrativs Pekings in der Region bei.

    China ist im Nahen Osten kein sicherheitspolitischer Akteur im klassischen Sinne, sei es durch Militärallianzen, dauerhafte Truppenstationierungen oder umfassende Sicherheitsgarantien. Die GSI betont vielmehr Sicherheitskooperation ohne militärische Einmischung, ergänzt durch diplomatische Initiativen, polizeiliche Zusammenarbeit und rechtliche Kooperationsformate. Dieser Ansatz wird von vielen regionalen Staaten respektiert, zugleich jedoch als begrenzt wirksam wahrgenommen. Konkrete, institutionalisierte GSI-Kooperationsprojekte, wie sie etwa in Teilen Südostasiens oder Afrikas erkennbar sind, lassen sich im Nahen Osten bislang nicht identifizieren. Chinas sicherheitspolitisches Engagement bleibt damit fragmentiert, selektiv und eher symbolisch.

    Wie kann Deutschland auf die GSI reagieren?

    Spätestens mit der Einführung der GSI ist China zu einem ernst zu nehmenden internationalen Sicherheitsakteur aufgestiegen. Dies bedeutet freilich nicht, dass China bereits auf Augenhöhe mit den USA agiert. Der aktuelle Fall Maduros zeigt eindrücklich, dass China autoritäre Regime, mit denen es sicherheitspolitisch kooperiert, im Zweifelsfall nicht vor der militärischen Macht der USA schützen kann. Gleichwohl besetzt Chinas sicherheitspolitisches Engagement klug vom Westen hinterlassene Nischen. Außerdem transportiert es normative Prinzipien, die westliche Konzepte hinterfragen – wenn nicht gar unterlaufen. Für Deutschland, wie auch für seine europäischen Partner, ergeben sich daraus Herausforderungen, aber auch Chancen auf zeitgemäße sicherheitspolitische Justierungen.

    Sicherheitspartnerschaften im Globalen Süden strategisch ausbauen: Angesichts der weltweit wachsenden chinesischen Sicherheitspräsenz sollte Deutschland gezielt nach neuen und vertieften Sicherheitspartnerschaften im Globalen Süden suchen. Als Handelsnation sollte Deutschland dabei einen Fokus auf Staaten legen, die im Hinblick auf den Schutz globaler Seehandelsrouten eine wichtige Rolle spielen können. In diesem Kontext ist es einerseits wichtig, regelbasierte Alternativen sichtbar anzubieten. Dazu zählen Beiträge zur Förderung maritimer Sicherheit gemäß UNCLOS, etwa durch Kapazitätsaufbau mittels Ausbildungs- und Trainingsprogrammen oder gemeinsame Aktivitäten gegen Piraterie. Andererseits ist entscheidend, diese Angebote nicht primär normativ aufzuladen, sondern sie als praktische Mehrwerte für regionale Stabilität und Souveränität in die jeweiligen Partnerschaften einzubringen.

    Eigene Verteidigungsdiplomatie und Polizeikooperationen systematisch stärken: Um ein Maß an Handlungsfähigkeit zu gewährleisten, sollte Deutschland seine Verteidigungsdiplomatie ausbauen. Dies umfasst den intensiveren Austausch zwischen Streitkräften, regelmäßige sicherheitspolitische Konsultationen, Ausbildungskooperationen sowie die stärkere Präsenz von Verteidigungsattachés in sicherheitspolitisch relevanten Regionen. Ebenso sollte Deutschland, zusammen mit seinen europäischen Partnern, die von China ausgemachte Nische der internationalen Polizeizusammenarbeit und anderer ziviler Sicherheitskooperationen nicht unbeteiligt preisgeben. Allein vor dem Hintergrund potenzieller Auswirkungen solcher Kooperationen auf künftige globale Sicherheitsnormen und -praktiken, sollte es ein europäisches Anliegen sein, auf diesem Gebiet verstärkt Alternativen zu China anzubieten.

    Sicherheit als zentralen Pfeiler der deutschen Chinapolitik etablieren: Die deutsche Chinapolitik sollte Sicherheit als zentralen Referenzrahmen verankern und China nicht länger primär durch die wirtschafts- und technologiepolitische Brille betrachten. Chinas Rolle als aufstrebender sicherheitspolitischer Akteur, einschließlich seiner ordnungspolitischen Ambitionen im Rahmen der GSI, erfordert eine proaktivere, strategisch fundierte Auseinandersetzung. Dies setzt voraus, sicherheitspolitische Leitlinien für den Umgang mit China zu entwickeln, die klar zwischen noch möglichen Kooperationsfeldern, legitimen Wettbewerbszonen und nicht verhandelbaren roten Linien unterscheiden. Gleichzeitig sollte der sicherheitspolitische Dialog mit China vertieft und auf sogenannte „harte“ Sicherheits- und Ordnungsfragen ausgeweitet werden, etwa durch den Ausbau bestehender Formate wie des Hochrangigen Sicherheitsdialogs. Ziel ist dabei nicht Konvergenz, sondern Transparenz, strategische Klarheit und Risikominimierung im Umgang mit regionalen und globalen Sicherheitsfragen. Eine stärkere Koordinierung, idealerweise über den Nationalen Sicherheitsrat, würde die Kohärenz zwischen Außen-, Sicherheits-, Wirtschafts- und Entwicklungspolitik erhöhen und die deutsche Chinapolitik langfristig vorausschauender, belastbarer und strategischer ausrichten.


    Danksagung

    Die Autorin und der Autor danken Zihan Zheng für seine Unterstützung bei der Recherche empirischer Beispiele.



    Fußnoten


      Literatur

      Bobokhonov, Abbos (2024), China’s Global Security Initiative: Tilting the Balance in Central Asia, United States Institute of Peace, 7. August, Zugriff: 26. Januar 2026.

      Drinhausen, Katja und Helena Legarda (2022), Nationale Sicherheit über alles: Wie Xi Jinpings Ansatz Chinas Politik im In- und Ausland prägt, MERICS, 15. September, Zugriff: 26. Januar 2026.

      Gao, Fei (2025), Yi Zhongguo tese daguo waijiao tuidong gou jian xinxing guoji guanxi (Shenru xuexi guanche Xi Jinping xin shedai Zhongguo tese shehui zhuyi sixiang) [Förderung des Aufbaus einer neuen Art von internationalen Beziehungen durch eine Großmachtdiplomatie mit chinesischer Prägung (Vertiefung der Erforschung und Umsetzung der Gedanken Xi Jinpings zum Sozialismus mit chinesischer Prägung für eine neue Ära)], in: Renmin Ribao [People’s Daily], 24. Juli, Zugriff: 26. Januar 2026. .

      Greitens, Sheena Chestnut , Isaac B. Kardon und Cameron Waltz (2025), China’s Foreign Police Training: A Global Footprint, Carnegie Endowment for International Peace, 13. November, Zugriff: 26. Januar 2026.

      ISEAS (2023), The State of Southeast Asia: 2023 Survey Report, Zugriff: 26. Januar 2026.

      Nantulya, Paul (2023), China’s Policing Models Make Inroads in Africa, Africa Center for Strategic Studies, 22. Mai, Zugriff: 26. Januar 2026.

      The State Council Information Office (2025), Abstract of White Paper on China’s National Security in New Era, in: Xinhua, 13. Mai, Zugriff: 26. Januar 2026.

      Xinhua (2023), Full Text: The Global Security Initiative Concept Paper, 21. Februar, Zugriff: 26. Januar 2026.


      Lektorat GIGA Focus Global

      Petra Brandt

      Editorial Management


      Wie man diesen Artikel zitiert

      Gurol-Haller, Julia, und Sebastian Biba (2026), Chinas „Global Security Initiative“ und ihre Rezeption im Globalen Süden, GIGA Focus Global, 2, Hamburg: German Institute for Global and Area Studies (GIGA), https://doi.org/10.57671/gfgl-26021


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