Kurz notiert | 28.04.2026
Politikwissenschaftlerin Dr. Julia Grauvogel ist zum Sommersemester 2026 zur Professorin an der Leuphana Universität Lüneburg ernannt worden. Julia Grauvogel forscht seit vielen Jahren am GIGA und ist Expertin für internationale Sanktionen sowie Konflikt- und Autoritarismusforschung mit Schwerpunkt Subsahara‑Afrika.
Mit der Ernennung würdigt die Leuphana Universität den wissenschaftlichen Werdegang von Julia Grauvogel sowie ihre international sichtbare Forschung. Ihre Berufung ist mit ihrem erfolgreichen Antrag im Leibniz-Professorinnenprogramm verbunden, das auf die Gewinnung exzellenter Wissenschaftlerinnen für Professuren abzielt. In diesem Rahmen wird das neue GIGA-Forschungsprojekt Ending External Interventions: Success, Failure and Exit Dilemmas gefördert, das die Beendigung externer Interventionen wie Sanktionen, Friedensmissionen und Militäroperationen in bewaffnete Konflikte untersucht. Julia Grauvogel leitet das Projekt.
Am GIGA hat Julia Grauvogel maßgeblich zur Weiterentwicklung der Forschung zu Sanktionen und externen Interventionen beigetragen. Ihre Arbeiten verbinden vergleichende Ansätze mit einer starken empirischen Grundlage und genießen internationale Anerkennung. Neben ihrer Forschung engagiert sie sich seit vielen Jahren intensiv in der Nachwuchsförderung sowie in der internationalen wissenschaftlichen Vernetzung.
Der Direktor des GIGA Instituts für Afrika-Studien, Prof. Dr. Matthias Basedau, hebt die besondere Bedeutung der Berufung auch für das Institut hervor: „Julia hat eine Bilderbuchkarriere am GIGA gemacht: von der Praktikantin zur Projektmitarbeiterin und über eine entfristete Senior Researcherin zur Universitätsprofessorin.“
Mit der Professur wird die enge Kooperation zwischen dem GIGA und der Leuphana Universität weiter gestärkt. Die Ernennung unterstreicht zugleich die Bedeutung des Wissenschaftsstandorts Metropolregion Hamburg und die Rolle gezielter Förderinstrumente für die Karriereentwicklung von Wissenschaftlerinnen.