Kooperationsveranstaltung

Die digitale Herausforderung in Deutschland und Japan im Vergleich

30-jähriges Jubiläum der Deutsch-Japanischen Gesellschaft für Sozialwissenschaften

Datum

19.06.2019

Beginn

09:00 Uhr (MEZ)


  • Die Digitalisierung stellt die internationale Gemeinschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts vor neue Herausforderungen mit großen Chancen und grenzübergreifenden Risiken. Um die damit verbundenen Probleme wie Sicherheit, Wirtschaft, Umwelt, Terrorismus, Organisierte Kriminalität und Migration zu lösen, ist ein enges Zusammenwirken aller beteiligten Länder erforderlich. So unternimmt Japan große Anstrengungen, die Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft südostasiatischer Staaten (ASEAN) und Ozeanien zu vertiefen sowie die regionale Kooperation z.B. durch APEC (Asien-Pazifik-Wirtschaftsforum), ARF (ASEAN-Regionalforum) und ASEM (Asia-Europe-Meeting) zu fördern. Deutschland hingegen setzt sich vor allem im Rahmen der EU, z.B. im Rahmen des European Stakeholderforums "Digitising European Industry", für einen digitalen Binnenmarkt und europaweite gemeinsame Rahmenbedingungen ein. Auch findet jedes Jahr ein Gipfeltreffen zwischen Japan und der Europäischen Union statt. Eine besondere Rolle kommt hierbei der deutsch-japanischen Zusammenarbeit im Bereich der Digitalisierung zu, wie etwa der Kooperation, die durch die „Hannover-Deklaration“ im Rahmen der CeBit 2017 beschlossen wurde.

    Während Deutschland auf „Industrie 4.0“ setzt, will Japan die Entwicklung der super-smarten Gesellschaft „Society 5.0“ vorantreiben. Ausgangspunkt ist hierbei die Definition der Probleme und Herausforderungen, wie etwa die Überalterung der Gesellschaft, denen auch für andere Industriestaaten große Bedeutung zukommt. Eine weitere Herausforderung ist die Verankerung von moralischen, ethischen und wirtschaftlichen Aspekten der Digitalisierung in der Gesellschaft. Hier stellen sich Fragen nach der Gesellschaft, in der wir leben wollen, nach den zentralen Werten einer digitalen Gesellschaft, nach Inklusion der gesamten Bevölkerung und der Zukunft von Arbeit und Demokratie. Dabei sollen die psychologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen dieser technischen Entwicklungen, z. B. auf kognitive, emotionale, motivationale und soziale Phänomene, untersucht werden.

    Durch die Fokussierung auf Deutschland (Europa) und Japan (Ostasien) konzentrieren wir uns auf die Implikationen des technologischen Wandels aus kultursensibler Perspektive und erwarten Einblicke in Länderunterschiede in Digitalisierungsstrategien, aber auch in Unterschiede globaler Räume wie Europa und Ostasien.

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