GIGA Focus Global

Die Energiepolitik von BICS im Angesicht von Klimawandel und Ressourcenverknappung

Nummer 3 | 2012 | ISSN: 1862-3581


  • Der Anteil von Brasilien, Indien, China und Südafrika (BICS) an der weltweit erzeugten Energie wird bis zum Jahr 2035 auf 36 Prozent ansteigen. Dies entspricht mehr als der Hälfte des globalen Mehrverbrauchs in dieser Zeitspanne und annähernd 64 Prozent der zusätzlichen CO2-Emissionen.

    Analyse Das rasche Wirtschaftswachstum in Brasilien, Indien, China und Südafrika stellt die Energiepolitik dieser vier aufstrebenden Mächte vor erhebliche Herausforderungen. Ob sie unter den Zwängen von Klimawandel und Ressourcenverknappung einen erfolgreichen Wandel ihrer Energiepolitik vollziehen können, ist fraglich:

    • Das Wirtschaftswachstum von BICS ist extrem energieintensiv. Aufgrund ihrer Wachstumsziele wird sich ihr Energiekonsum deutlich erhöhen.

    • Der Klimawandel mit seinen nicht nur für BICS spürbaren Auswirkungen und knapper werdende Rohstoffe zwingen die vier aufstrebenden Mächte, ihre Energiepolitik zu überdenken. Ein "Weiter so" hätte insbesondere für BICS fatale Folgen.

    • Geographische Gegebenheiten setzen für den Umstieg auf umweltfreundliche Energieträger einen teils engen Rahmen: Brasilien, das über ein enormes Potenzial für Wasserkraft verfügt, steht gut da. In China, Indien und Südafrika dominiert hingegen die leicht abbaubare und kostengünstige Kohle.

    • Die über Jahrzehnte auf Kohle fokussierte Energiepolitik in China, Indien und Südafrika hat zu einer Pfadabhängigkeit geführt. Aus der Klimafalle Kohle können diese Staaten kaum ausbrechen.


    Fußnoten




      Sören Scholvin

      Sören Scholvin

      Ehemals Research Fellow





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      Former Doctoral Researcher

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