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Die Bedeutung der Klimafinanzierung für den Pariser Klimagipfel 2015

GIGA Focus | Global | Nummer 05 | | ISSN 1862-3581

In der Klimafinanzierung spiegeln sich grundlegende Fragen der globalen Klimapolitik wider. Dabei steht nicht nur die Verteilung von Geldern im Mittelpunkt. Viel wichtiger ist die Frage, ob und wie es gelingen kann, die Schwellenländer an Maßnahmen und an der Finanzierung zur Milderung des Klimawandels zu beteiligen. Der Erfolg der Klimakonferenz in Paris 2015 wird in hohem Maß von der Klärung dieser Frage abhängen.

Analyse
Im Dezember 2015 wird die Staatengemeinschaft auf der 21. UN-Klimakonferenz in Paris zur Verhandlung eines globalen Klimaabkommens zusammentreffen. Um das 2-Grad Ziel zu erreichen, sind neben den Industriestaaten besonders die aufstrebenden BASIC-Staaten (Brasilien, Südafrika, Indien und China) aufgefordert, ihren CO2-Ausstoß zu senken. Das neue Abkommen muss daher die veränderten globalen Kräfteverhältnisse berücksichtigen. Ein globaler Erfolg ist maßgeblich von der Bereitstellung umfangreicher Finanzmittel durch die Industriestaaten abhängig.

  • Auf der 21. UN-Klimakonferenz im Dezember 2015 in Paris sollen die Verhandlungen eines globalen Klimaabkommens abgeschlossen werden. Aufgrund des Misstrauens zwischen den Verhandlungskoalitionen sind die Erfolgserwartungen allerdings gedämpft.

  • Wegen des gestiegenen Ausstoßes von Treibhausgasen durch die Schwellenländer kann der Klimawandel nur gemeinsam mit ihnen bekämpft werden. Das dadurch entstehende Spannungsverhältnis zwischen dem Recht auf Wachstum und der Verantwortung, eine globale Reduktion von Treibhausgasen (Mitigation) zu erreichen, prägt die aktuellen Verhandlungen.

  • Ob sich die Staatengemeinschaft in Paris auf ein international verbindliches Abkommen einigen wird, ist daher vor allem von einer für alle zufriedenstellenden Lösung der Klimafinanzierung abhängig. Obgleich mit der Gründung und Kapitalisierung des Green Climate Fund Fortschritte gemacht wurden, bleiben wichtige Fragen ungeklärt.

  • Mit der Bereitstellung von nachhaltigen Finanzmitteln können die Industriestaaten die BASIC zur Übernahme von globaler Verantwortung bewegen. Verlässliche Klimafinanzierung kann als vertrauensbildende Maßnahme wirken.

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Vorgeschlagene Zitierweise

Prys-Hansen, Miriam, Malte Lellmann und Milan Röseler (2015), Die Bedeutung der Klimafinanzierung für den Pariser Klimagipfel 2015, GIGA Focus Global, 05, September, urn:nbn:de:0168-ssoar-448208

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Das GIGA German Institute of Global and Area Studies – Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien in Hamburg gibt Focus-Reihen zu Afrika, Asien, Lateinamerika, Nahost und zu globalen Fragen heraus. Der GIGA Focus wird vom GIGA redaktionell gestaltet. Die vertretenen Auffassungen stellen die der Autoren und nicht unbedingt die des Instituts dar. Die Autoren sind für den Inhalt ihrer Beiträge verantwortlich. Irrtümer und Auslassungen bleiben vorbehalten. Das GIGA und die Autoren haften nicht für Richtigkeit und Vollständigkeit oder für Konsequenzen, die sich aus der Nutzung der bereitgestellten Informationen ergeben. Auf die Nennung der weiblichen Form von Personen und Funktionen wird ausschließlich aus Gründen der Lesefreundlichkeit verzichtet.

Gesamtredaktion GIGA Focus: Prof. Dr. Sabine Kurtenbach
Redaktion GIGA Focus Global: Prof. Dr. Sabine Kurtenbach

Dr. Miriam Prys-Hansen

Lead Research Fellow
Komm. Leitung FSP 4

Dr. Miriam Prys-Hansen ist Lead Research Fellow am GIGA Institut für Asienstudien und Akademische Direktorin des GIGA Doktorandenprogramms. Ihre Forschung bewegt sich zurzeit überwiegend im Bereich der regionalen und globalen Umwelt- und Klimapolitik und fokussiert sich dabei insbesondere auf die Rolle von regionalen und aufsteigenden Mächten.

Aktuelle Publikationen der AutorInnen

Miriam Prys-Hansen / Kristina Hahn / Malte Lellmann / Milan Röseler

Contestation in reverse: The UNFCCC and climate finance

in: Matthew Stephen / Michael Zürn (eds.), Contested World Orders, forthcoming

Sandra Destradi / Detlef Nolte / Miriam Prys-Hansen

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BRICS und IBSA: Die Clubs der ­aufsteigenden Mächte verlieren an Glanz

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