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"Spotlight on..." Neue Doktorandin Alina Ripplinger

Alina Ripplinger ist seit November 2022 beim GIGA Doktorandenprogramm. Sie arbeitet derzeit an ihrer Dissertation mit dem Titel "Countering the authoritarian turn: Diagonal controls under human rights law as a last resort in Nicaragua" und ist Teil des DEMINGS-Projekts, das sich mit demokratischen Institutionen im globalen Süden beschäftigt. Lernen Sie Alina in diesem Interview kennen.


  • Alina Ripplinger ist seit November 2022 im Doktorandenprogramm des GIGA. Sie hat einen Master of Arts in Politikwissenschaften von der Universität Heidelberg und hat zuvor als Projektassistenz für “Ius Constitutionale Commune en América Latina” (ICCAL) am Max Planck Institute for Comparative Public Law and International Law (MPIL) Heidelberg gearbeitet. Alina arbeitet momentan an ihrer Dissertation “Countering the authoritarian turn: Diagonal controls under human rights law as a last resort in Nicaragua” und ist Teil des DEMINGS Projekt, dass sich mit demokratischen Institutionen im globalen Süden beschäftigt. Lernen Sie Alina im folgenden Interview besser kennen.

    Was ist deine Hauptmotivation für das Thema deiner Dissertation?

    Ein Blick auf die Karte des CIVICUS-Monitors zeigt, dass die Handlungsspielräume zivilgesellschaftlicher Akteur:innen weltweit schwinden. Diese Momentaufnahme kann in einen Trend eingebettet werden, den Lührmann und Lindberg als dritte Welle der Autokratisierung bezeichnen. Ist das gleichzusetzen mit dem Aussterben der engagierten Zivilgesellschaft? Nicht unbedingt, würde ich behaupten. Ich möchte das strategische Handeln der Zivilgesellschaft - diagonale Kontrollen - nachzeichnen und aufzeigen, dass solche Strategien in eingeschränkten Kontexten immer noch vorhanden sind und sichtbar gemacht werden können, wenn man sie aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet.

    Wie würdest du deiner Oma dein Forschungsthema erklären?

    Meine Großmutter musste sehr früh die Schule verlassen und arbeiten gehen, sie war das einzige Mädchen in der Familie und durfte keine weitere Ausbildung erhalten. Als Kind hat sie Krieg und Unsicherheit erlebt. Ich würde ihr sagen, dass ich mich frage, ob in unserer heutigen Zeit einige Normen, die als universell gelten, es den Schwächsten ermöglichen für ihre Rechte einzutreten.

    Auf was freust du dich während der Arbeit an deiner Dissertation am meisten?

    Ich bin vor erst vor kurzem ans GIGA gekommen und hatte bereits sehr aufschlussreiche Gespräche mit vielen Kolleg:innen. Ich freue mich auf solche informellen Diskussionen, den Austausch persönlicher Erfahrungen und darauf, tolles Feedback und Ideen für meine eigene Forschung zu bekommen. Außerdem werde ich hoffentlich Feldforschung machen können und dabei lokale Akteure kennenlernen, die sich im Widerstand befinden.

    Lesen oder schreiben?

    Ich fange oft an zu lesen und kehre dann sofort zum Schreiben zurück, mache zumindest Notizen oder erstelle Mindmaps - ich muss die Dinge visualisieren.

    Taschenbuch oder eBook?

    eBook unter der Bedingung, dass es im Open Access bereitgestellt wird. Ich denke, es gibt ein großes Potenzial für die Schaffung von Chancengleichheit in der Wissenschaft, was den Zugang zu Forschung für alle Interessierten Personen angeht.

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