Veranstaltung

Kolumbien und Brasilien: Ein ambivalentes Verhältnis

Trotz Wirtschaftskrise dominiert Brasilien weiterhin als Regionalmacht in Südamerika. Wie Kolumbien darauf reagiert, diskutierten ForscherInnen auf einer internationalen Konferenz im kolumbianischen Cali.

Trotz der brasilianischen Wirtschaftskrise bleibt der politische und wirtschaftliche Einfluss der Regionalmacht in Südamerika beträchtlich. Welche Strategien entwickelt die gewichtige Sekundärmacht Kolumbien, um dem zu begegnen? Dieser Frage widmete sich Anfang November eine internationale Konferenz im kolumbianischen Cali unter Beteiligung des GIGA. ForscherInnen aus Brasilien, Kolumbien und Deutschland tauschten sich dazu aus, welche Formen von Kooperation, Wettbewerb und Konflikt zwischen den beiden Ländern bestehen – und welche geopolitischen Folgen das hat.

Dr. Daniel Flemes, Senior Research Fellow am GIGA Institut für Lateinamerika-Studien: "Die sich abzeichnende Lösung des Konflikts in Kolumbien erhöht einerseits dessen Chance, wieder eine führende Rolle in Südamerika zu übernehmen. Andererseits steht zu erwarten, dass sich das politische Spektrum der Post-Konflikt-Gesellschaft nach links verschiebt und damit dem brasilianischen Mainstream annähert. Gleichzeitig erhöht die wirtschaftliche Krise den Liberalisierungsdruck auf die brasilianische PT-Regierung von Dilma Rousseff, einschließlich einer Annäherung zwischen Mercosur und Pazifikallianz.“

Die Konferenz wurde veranstaltet von der Pontificia Universidad Javeriana in Bogotá, der USC Universidad Santiago de Cali und dem GIGA. Sie ist Teil des vom DAAD geförderten Projekts “Colombia in light of Brazil’s international power projection: Analyzing the potential of cooperation, competition and conflict.”

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