Strategische Analysen

Das GIGA stellt umfassende Einschätzungen zu Regionen und Entwicklungen zur Verfügung. So schreibt es für das BMZ Politökonomische Kurzanalysen (PÖK) und misst Krisenindikatoren.


Politökonomische Kurzanalysen

Die Politikökonomischen Kurzanalysen (PÖK) sind unabhängige Länderanalysen die unter der Regie des GIGA erstellt werden. Sie sind Teil des vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) am GIGA geförderten Projekts „Context Matters“. Die Gutachten erfassen unter anderem die Macht- und Konfliktmuster eines Landes in bewertender und stark verdichteter Form. Sie liefern einen wissenschaftlich fundierten Beitrag dazu, dass Länderportfolios im Rahmen der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit entsprechend konfliktsensibel und unter Good-Governance-Gesichtspunkten gestaltet werden. Sie sind deshalb eng mit der Krisenindikatorenmessung des BMZ verknüpft.

Um den hohen Standard der Gutachten sicherzustellen, durchlaufen die PÖK eine am GIGA angesiedelte Qualitätskontrolle. Wenn nicht von den GIGA-MitarbeiterInnen selbst, werden die Expertisen in enger Kooperation mit ausgewiesenen Landeskennern aus dem Universitätsbereich und anderen außeruniversitären Forschungseinrichtungen erstellt. Am GIGA koordiniert Dr. Michael Radseck die Erstellung der Gutachten.

Kontakt für weitere Informationen zu den PÖK ist das Referat 401 "Sektorale und thematische Grundsätze, Governance, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit" des BMZ.

Kontakt: RL401@bmz.bund.de


BMZ-Eskalationspotenzialanalyse (ESKA)

Die jährliche „BMZ-Eskalationspotenzialanalyse“ (ESKA; ehemals „Krisenfrühwarnung für das BMZ“) ermittelt innerstaatliche Gewaltneigungen in sämtlichen Kooperationsländern der staatlichen deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die Erhebung ist Teil des vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) am GIGA geförderten Projekts „Context Matters“.

Die Messung dient dem Ministerium zur Krisenfrüherkennung im Rahmen der Präventionspolitik. Ihre Ergebnisse sind wesentliche Grundlage für bindende Vorgaben an die Durchführungsorganisationen der staatlichen deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Mit dem direkten Eingang von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die politische Praxis steht die Krisenfrühwarnung für das BMZ beispielhaft für eine gelungene Kooperation zwischen Wissenschaft und Politik. Während die Qualität der Politik von den externen Anstößen profitiert, weist die Wissenschaft ihre unmittelbare praktische Relevanz nach.

Kontakt: Dr. Daniel Dückers