GIGA CAS Award 2016

Sean Yom gewinnt GIGA-Preis für Comparative Area Studies

Der Politologe Sean Yom hat einen innovativen Forschungsansatz für vergleichenden Regionalstudien entwickelt. Dafür wurde er nun vom GIGA ausgezeichnet.

Prof. Sean Yom von der Temple University in Philadelphia hat den GIGA CAS Award 2016 gewonnen. Bei der heutigen Preisverleihung am GIGA wurde sein innovativer wissenschaftlicher Ansatz der induktiven Wiederholung gewürdigt, der im vergangenen Jahr unter dem Titel “From Methodology to Practice: Inductive Iteration in Comparative Research” im Fachjournal Comparative Political Studies vorgestellt wurde. Der Ansatz ermögliche es, wissenschaftliche Hypothesen und Methoden im Laufe eines Forschungsprozesses immer wieder zu hinterfragen, zu überprüfen und anzupassen.

„In seinem Artikel zeigt Sean Yom Möglichkeiten auf, der ‚deduktiven Schablone‘ zu entgehen, die weite Teile der US-amerikanischen und zunehmend auch europäischen Politikwissenschaft prägt“, begründet die Jury ihre Entscheidung. „Der Artikel überzeugt aufgrund seiner Konzeptionsstärke, Innovationskraft und klaren Argumentation.“

Eine international besetzte Jury, bestehend aus Rudra Sil (University of Pennsylvania), Scott Gates (Peace Research Institute Oslo) und Andreas Mehler (Arnold Bergstraesser Institut Freiburg), hatte den Gewinnerartikel aus knapp 30 Einsendungen ausgewählt.

Mit dem GIGA CAS Award fördert das GIGA die Entwicklung dieser noch jungen und innovativen Forschungsrichtung. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre verliehen.

Sean Yom arbeitet als Associate Professor im Fachgebiet Politikwissenschaft an der Temple University in Philadelphia. Er forscht vor allem zu autoritären Regimen und internationaler Politik, mit Fokus auf den Nahen Osten und die Golfregion.

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