GIGA CAS Award

Die Macht der Präsidenten

Das GIGA zeichnet Paul Chaisty, Nic Cheeseman und Timothy Power von der University of Oxford für den weltweiten Vergleich von Präsidialsystemen aus.

Auf welche Säulen stützt sich die Macht von Präsidenten? Welche Faktoren sorgen für (In)Stablität? Die Forscher von der Universität Oxford Paul Chaisty, Nic Cheeseman und Timothy Power haben verschiedene Präsidialsysteme in den Weltregionen Afrika, Lateinamerika und Russland miteinander verglichen. Für ihre Arbeit zeichnet das GIGA German Institute of Global and Area Studies die drei Wissenschaftler nun mit dem Preis für Comparative Area Studies (CAS) aus.

Das GIGA vergibt zum ersten Mal den mit 2.500 Euro dotierten CAS Award. Das Institut möchte damit die Entwicklung dieser noch jungen und innovativen Forschungsrichtung fördern. Aus den erstklassigen Einsendungen hat die international besetzte Jury bestehend aus Scott Gates (Chefredakteur von International Area Studies Review), Sean Yom (Temple University) und Andreas Mehler (GIGA) den Aufsatz "Rethinking the 'presidentialism debate': conceptualizing coalitional politics in cross-regional perspective" ausgewählt. Der Artikel erschien erstmalig 2012 online und wird nun auch in der Printausgabe von Democratization (Vol. 21, Iss. 1, 2014) veröffentlicht.

"Die Autoren haben die Chancen exzellent genutzt, die ihnen Comparative Area Studies bieten: Kontextsensibilität, Generalisierung auf breiterem empirischen Fundament, aber eben auch Konkretisierung: Was zählt wo und wie viel?", begründet Andreas Mehler die Entscheidung der Jury. "Chaisty, Cheeseman und Power haben nicht nur das Zusammenspiel vielfältiger Möglichkeiten der Einflussnahme von Präsidenten untersucht. Sie geben – und das ist der entscheidende Fortschritt – auch lokalen Faktoren Gewicht: Geschichte, Kultur, Entwicklungspfade."

Die drei Forscher zeichnen sich durch ihre politikwissenschaftliche Expertise ebenso wie mit ihren Kenntnissen über jeweils eine Weltregion aus: Paul Chaisty ist Experte für Russland, Nic Cheeseman für Afrika und Timothy Power für Lateinamerika. "Für ihren Aufsatz haben sie über die Grenzen ihrer Region geschaut", sagt Mehler. "Dadurch sind sie zu neuen Erkenntnissen in der Erforschung politischer Systeme gelangt."

Die Preisverleihung des GIGA CAS Awards wird im Rahmen der internationalen Konferenz "Adapting Institutions: A Comparative Area Studies Perspective" anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des GIGA am 10. April 2014 in Hamburg stattfinden.

Mehr Informationen zu Comparative Area Studies finden Sie hier.

Kontakt:
Prof. Dr. Andreas Mehler
Direktor des GIGA Institut für Afrika-Studien
Tel.: +49 (0)40 - 428 25-523
E-Mail: andreas.mehler@giga-hamburg.de

Frauke Ladleif
GIGA Kommunikationsmanagerin
Tel.: +49 (0)40 – 42825-770
Fax: +49 (0)40 – 42825-547
E-Mail: frauke.ladleif@giga-hamburg.de

Tabs

Andere News

Auszeichnung |

Für ihren Fachbeitrag zu Populismus und institutionellem Wandel erhält Lateinamerikaforscherin Dr. Saskia Ruth-Lovell den Harrison-Preis der Political Studies Association 2018.

Kurz notiert |

Die Fachbibliotheken des GIGA beziehen im April neu gestaltete Räumlichkeiten im GIGA-Gebäude. Anlässlich des Umzugs bleibt das Informationszentrum zwischen 8. und 15. April geschlossen.

Kurz notiert |

Zwei Forschungscluster mit Beteiligung des GIGA konnten 2018 eine Förderung im Rahmen der Exzellenzstrategie der Bundesregierung sichern. Beide haben nun ihre Arbeit aufgenommen.