GIGA Focus Africa

Mosambik: Rückkehr des Bürgerkriegs?

Number 10 | 2013 | ISSN: 1862-3603


  • In Mosambik nahm die ehemalige Bürgerkriegs- und jetzige Oppositionspartei RENAMO im Jahr 2013 ihre Angriffe auf militärische und zivile Ziele im Zentrum des Landes wieder auf. Nachdem die mosambikanische Armee am 21. Oktober 2013 ein RENAMO-Quartier in der Provinz Sofala besetzt hatte, wurde durch einen Parteisprecher der RENAMO das Friedensabkommen von 1992 aufgekündigt, das den Bürgerkrieg beendet hatte.

    Analyse Die Berichterstattung zur politischen und ökonomischen Entwicklung Mosambiks innerhalb der letzten Jahre hinterlässt einen widersprüchlichen Eindruck. Einerseits scheinen die konstant hohen Wachstumsraten und immer neue Funde an Bodenschätzen eine nachhaltige Armutsbekämpfung und Befriedung des Landes zu verheißen. Andererseits blieb der politische Machtkonflikt zwischen den ehemaligen Bürgerkriegsgegnern ungelöst. Zudem entstehen durch die wachsende Ungleichheit bei zunehmender Verschmelzung von Politik, Staat und Wirtschaft neue Konfliktpotenziale.

    • Die Dominanz der Regierungspartei FRELIMO in Staat und Wirtschaft ist ungebrochen.

    • Die RENAMO reagiert mit Angriffen auf zivile und militärische Ziele in der zentralen Provinz Sofala.

    • Wirtschaftswachstum und Rohstoffreichtum wecken Begehrlichkeiten.

    • Angesichts neuer Einnahmequellen und des stärkeren Engagements von Kooperationspartnern aus den Schwellenländern schwindet der Einfluss der westlichen Gebergemeinschaft.

    • Trotz des anhaltenden Wirtschaftswachstum konnte die Armut, wenn überhaupt, nur wenig reduziert werden; die soziale Ungleichheit wächst.


    Footnotes


      In Mosambik nahm die ehemalige Bürgerkriegs- und jetzige Oppositionspartei RENAMO im Jahr 2013 ihre Angriffe auf militärische und zivile Ziele im Zentrum des Landes wieder auf. Nachdem die mosambikanische Armee am 21. Oktober 2013 ein RENAMO-Quartier in der Provinz Sofala besetzt hatte, wurde durch einen Parteisprecher der RENAMO das Friedensabkommen von 1992 aufgekündigt, das den Bürgerkrieg beendet hatte.

      Analyse Die Berichterstattung zur politischen und ökonomischen Entwicklung Mosambiks innerhalb der letzten Jahre hinterlässt einen widersprüchlichen Eindruck. Einerseits scheinen die konstant hohen Wachstumsraten und immer neue Funde an Bodenschätzen eine nachhaltige Armutsbekämpfung und Befriedung des Landes zu verheißen. Andererseits blieb der politische Machtkonflikt zwischen den ehemaligen Bürgerkriegsgegnern ungelöst. Zudem entstehen durch die wachsende Ungleichheit bei zunehmender Verschmelzung von Politik, Staat und Wirtschaft neue Konfliktpotenziale.

      • Die Dominanz der Regierungspartei FRELIMO in Staat und Wirtschaft ist ungebrochen.

      • Die RENAMO reagiert mit Angriffen auf zivile und militärische Ziele in der zentralen Provinz Sofala.

      • Wirtschaftswachstum und Rohstoffreichtum wecken Begehrlichkeiten.

      • Angesichts neuer Einnahmequellen und des stärkeren Engagements von Kooperationspartnern aus den Schwellenländern schwindet der Einfluss der westlichen Gebergemeinschaft.

      • Trotz des anhaltenden Wirtschaftswachstum konnte die Armut, wenn überhaupt, nur wenig reduziert werden; die soziale Ungleichheit wächst.



      Imprint

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