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GIGA Focus Asien

Chinas Energiepolitik und die Strategien der Nationalen Ölkonzerne

Nummer: 3 | 2012 | ISSN: 1862-359X

Am 10. Januar 2012 wurde in Beijing die Nationale Arbeitskonferenz für Energie eröffnet. Im gleichen Monat wurde gemeldet, dass die chinesische Führung im Rahmen des Regierungswechsels im Jahr 2013 auch über die Schaffung eines neuen Superministeriums für Energie nachdenke.

Analyse In den kommenden Jahren steht China vor großen energiepolitischen Herausforderungen. Die Volksrepublik China ist der größte Energieverbraucher der Welt. Für die chinesische Führung hat die Energieversorgung der Bevölkerung somit oberste Priorität. Langfristig muss aber nicht nur die Energieversorgung gesichert, sondern auch die Effizienz im Energieverbrauch gesteigert werden. Die chinesische Energiepolitik und -strategie ist dabei bei Weitem noch nicht kohärent und eindeutig, sondern vielmehr von mitunter divergierenden Interessen der verschiedenen Akteure aus Regierung und Wirtschaft geprägt.

  • Der Versorgungsdruck nimmt stetig zu. Dies führt zu einer Neuausrichtung der innenpolitischen Energieziele, wie z.B. Reduktion energieintensiver Industrie, Steigerung der Energieeffizienz oder Ausbau des Energieversorgungsnetzes.

  • Umstrukturierungen der chinesischen Energieverwaltung haben die Effizienz der energiepolitischen Institutionen vermindert. Bis heute ist die Frage der Verantwortlichkeit nicht endgültig geklärt, und die jeweiligen Pflichten sind auf eine Vielzahl von Regierungsbehörden verteilt.

  • Trotz der immer noch engen Verbindung zur Partei und den staatlichen Institutionen sind die drei großen chinesischen Ölunternehmen (CNPC, Sinopec, CNOOC) keine Marionetten der chinesischen Regierung, sondern in ihren Aktivitäten weitestgehend unabhängig. Die Behörden sind der Kontrollaufgabe nicht gewachsen.

  • Mit der stark forcierten Expansion ihrer Auslandsaktivitäten folgen die Ölkonzerne nicht allein der „Going out“-Strategie der VR China, sondern nutzen vielmehr die Opportunitäten, die sich Ihnen seit der Wirtschaftskrise eröffnen; sie verfolgen dabei vor allem wirtschaftliche und unternehmensstrategische Ziele.



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