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Von der Ungleichverteilung des Wohlstands — Wirtschafts-Nobelpreis an Paul Krugman

GIGA Focus | Global | Nummer 12 | | ISSN 1862-3581

Seit vielen Jahren wurde Paul R. Krugman als Kandidat für den Wirtschaftsnobelpreis gehandelt. Nun hat er ihn bekommen. Krugman bedient in seinen Analysen nicht das vordergründige Interesse an Vereinfachung. Man müsse die komplizierte Welt wissenschaftlich durchdringen – "zu Ende denken". Dies ist für US-Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft ein offenbar schwierig anzunehmendes Gebot. Am 8. Dezember 2008 wird in Stockholm die Preisverleihung stattfinden. Man darf auf seinen Nobelpreisvortrag gespannt sein.

Analyse

  • In erster Linie wird Paul Krugman für seine bahnbrechenden Beiträge zur Handelstheorie geehrt. Diese Schriften sind bereits in den Jahren 1979 bis 1985 erschienen und haben nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung der Außenwirtschaftstheorie gehabt.

  • Zudem verbindet Krugman seine "ökonomische Geografie" mit seiner Handelstheorie, um Ungleichheit, d. h. die Entstehung von Zentren und Peripherien, zu begründen.

  • Schon seit vielen Jahren warnt Paul Krugman vor größeren Finanzkrisen. Die jetzige könne in eine weltweite Stagnation und sogar zu einer Beendigung des globalen Wirtschaftssystems führen , wenn Protektionismus um sich greift.

  • Krugman übt in seinen Kolumnen der New York Times seit vielen Jahren bissige politische Kritik an der Regierung Bush. Seine Essays und seine neuen Bücher, u. a. "The Conscience of a Liberal", verdeutlichen, dass die USA in der Ära Bush immer stärker in die Ungleichheit rutschen, die Mittelschichten verarmen und alle Wohlstandsversprechen erodieren. Das US-amerikanische System ist in Gefahr, Amerika müsse sich rückbesinnen.

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Vorgeschlagene Zitierweise

Kappel, Robert (2008), Von der Ungleichverteilung des Wohlstands — Wirtschafts-Nobelpreis an Paul Krugman, GIGA Focus Global, 12, urn:nbn:de:0168-ssoar-275446

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