GIGA Focus Nahost

Saudi-Arabiens und Irans Regionalpolitik zwischen Ideologie und Pragmatismus

GIGA Focus | Nahost | Nummer 01 | | ISSN 1862-3611

Nach dem Sturz des irakischen Regimes 2003 und mit Bekanntwerden des iranischen Atomprogramms 2003 ist Iran als potenzielle atomare Führungsmacht in der Golfregion verstärkt in den Blickpunkt geraten. Verschiedene Sicherheitsbedrohungen wie nukleare Proliferation, Terrorismus und die Frage der US-Militärpräsenz am Golf haben in der Region die Frage nach der Notwendigkeit einer neuen Sicherheitsarchitektur aufgeworfen. Die Amtsübernahme des neuen US-Präsidenten Obama im Januar und die anstehenden Präsidentschaftswahlen in Iran im Juni 2009 eröffnen die Möglichkeit, das Kräftedreieck am Golf zwischen Iran, Saudi-Arabien und den USA neu zu gestalten.

Analyse
Infolge des Regimewechsels in Irak 2003 zeichnet sich langfristig eine Transformation der Sicherheitsstrukturen am Golf ab, die durch die beiden Regionalmächte am Golf, Saudi-Arabien und Iran, mitbestimmt wird.

  • Saudi-Arabien und Iran konkurrieren um die Führung am Persischen Golf und zeigen dabei eine an nationalem Interesse orientierte Außenpolitik.

  • Gleichzeitig lässt sich sowohl auf saudischer wie auch auf iranischer Seite eine zunehmende Konfessionalisierung der regionalen Debatte um Sicherheit und nationale Interessen ausmachen, die vor allem für Iran einen neuen politischen Einflussgewinn bedeutet.

  • Sowohl Iran als auch Saudi-Arabien diversifizieren ihre ökonomischen und sicherheitspolitischen Beziehungen und bewirken dadurch eine sukzessive Transformation der von den USA entworfenen traditionellen Sicherheitsarchitektur am Golf.

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Vorgeschlagene Zitierweise

Zeino-Mahmalat, Ellinor (2009), Saudi-Arabiens und Irans Regionalpolitik zwischen Ideologie und Pragmatismus, GIGA Focus Nahost, 01, urn:nbn:de:0168-ssoar-277128

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