Günter Schucher

Liberalisierung in Zeiten der Instabilität: Spielräume unkonventioneller Partizipation im autoritären Regime der VR China

GIGA Working Paper, No. 103, June 2009

Abstract
Unkonventionelle Partizipation in autoritären Regimen wird in der Regel als Bedrohung für das politische System und als Beitrag zu seiner Demokratisierung gesehen. Diese Sicht-weise vernachlässigt allerdings, dass Proteste nicht unbedingt gegen das System gerichtet sind und dass die politische Führung nicht nur reagiert, sondern auch selbst Möglichkei-ten hat, Legitimität zu generieren. Sie kann z. B. die Beteiligungsmöglichkeiten erweitern, ohne Entscheidungsmacht abzugeben, oder auch die Verantwortung für die Lösung von Konflikten auf die lokale Ebene verschieben, um so Schuldzuweisungen für negative Fol-gen ihrer Politik zu vermeiden. Eine Auswertung von Protestereignissen in China zeigt, dass es der chinesischen Führung mit diesen Strategien bisher gelungen ist, ihre Position zu stabilisieren.

GIGA-Forschung zum Thema

Related Research Tabs