Open Access am GIGA

Open Access steht für den freien Zugang zu Forschungsergebnissen über das Internet – ohne finanzielle, technische oder gesetzliche Barrieren. Dies ermöglicht eine gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am wissenschaftlichen Fortschritt.

Besonders in Teilen der GIGA-Forschungsregionen Afrika, Asien, Lateinamerika und Nahost haben Menschen oft nur erschwerten Zugang zu Informationen und Wissen. Das GIGA als öffentlich finanziertes Forschungsinstitut und Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft sieht sich daher stark dem Leibniz-Grundsatz "Theoria cum Praxi: Wissenschaft zum Wohl und Nutzen des Menschen" verpflichtet. Das GIGA ist bestrebt, Forschungsergebnisse möglichst zeitnah nach dem Open-Access-Prinzip zu veröffentlichen.

In einem von der DFG geförderten Modellvorhaben hat das GIGA seit 2009 seine wissenschaftlichen Journale in Open-Access-Publikationen überführt. Neben den per Abonnement zu beziehenden Print-Zeitschriften sind die Inhalte seitdem kostenlos online zugänglich (www.giga-journal-family.org). Auch die Analysen der GIGA-Focus-Reihen publiziert das Institut open access.

Open-Access-Veröffentlichungen erreichen nachweislich einen hohen Grad an Sichtbarkeit und Verbreitung. Das vom GIGA herausgegebene Africa Spectrum etwa steht weltweit unter den Top 10 der führenden Zeitschriften für Regionalstudien. Werden Forschungsergebnisse frei zugänglich publiziert, profitieren daher sowohl die NutzerInnen als auch die WissenschaftlerInnen selbst.

Das GIGA unterstützt seine ForscherInnen bei der Publikation ihrer wissenschaftlichen Beiträge nach dem Open-Access-Prinzip. Das gilt für die Erstveröffentlichung von Beiträgen in Open-Access-Zeitschriften wie auch für die Zweitveröffentlichung von Beiträgen auf sogenannten Dokumentenservern. Hier werden die in einer traditionellen Abonnementzeitschrift erschienenen Artikel nachträglich frei zugänglich gemacht.

Das GIGA hat eine hauseigene Open-Access-Leitlinie verabschiedet, um das Open-Access-Prinzip in seinen Zielen zu verankern. Zur organisatorischen und rechtlichen Unterstützung seiner WissenschaftlerInnen hat das GIGA Informationszentrum (IZ) einen Open-Access-Service aufgebaut. Auch erarbeitet das IZ derzeit ein Konzept, wie geeignete Forschungsdaten künftig zur weiteren Nutzung digital bereitgestellt werden können.

Darüber hinaus engagiert sich das GIGA im Arbeitskreis Open Access der Leibniz-Gemeinschaft und bei den Open-Access-Tagen der Plattform open-access.net. Der Übergang der GIGA Journal Family von einem ausschließlich kostenpflichtigen Abo-Modell hin zu Open-Access-Zeitschriften gilt innerhalb der wissenschaftlichen Verlagsbranche als vorbildhaft. Auf Einladung der Deutschen Forschungsgemeinschaft präsentierte Prof. Dr. Bert Hoffmann im März 2014 das erfolgreiche Projekt auf dem "Sino-German Training Workshop on Open Access" in Peking.