Auszeichnung

GIGA-Wissenschaftlerin gewinnt John Urry Memorial Prize 2020

Dr. Christiane Fröhlich und Co-Autoren Dr. Andrew Baldwin und Dr. Delf Roth wurden für ihren Artikel „From climate migration to anthropocene mobilities: shifting the debate“ mit dem ersten John Urry Memorial Prize ausgezeichnet.

Dr. Christiane Fröhlich, Migrationsforscherin am GIGA, und ihre Co-Autoren Dr. Andrew Baldwin (Durham University) und Dr. Delf Rothe (IFSH) haben für ihr Paper „From climate migration to anthropocene mobilities: shifting the debate“ den ersten John Urry Memorial Prize erhalten. Der Artikel dient als Einführung in ein Sonderheft der Zeitschrift Mobilities mit dem Titel „Anthropocene Mobilities“ (Vol. 14, Nr. 3).

Die Jury begründet ihre Entscheidung damit, dass der Artikel zeitgenössische Diskussionen über die Ontologie des Anthropozäns mit entscheidenden Fragen zu Mobilität und Migration verbindet, also was die geochronologische Epoche, in der der Mensch einer der wichtigsten Einflussfaktoren auf Prozesse der Erde geworden ist, für das Paradigma Mobilität bedeutet. Der Artikel bringt zwei bisher eher isolierte Forschungsfelder in Dialog, um neue Denkrichtungen und Konzepte zu entwickeln. Zum einen greifen die Autor*innen auf die kritische Forschung zu den Annahmen zurück, die einen Großteil der immer stärker institutionalisierten Beziehung zwischen globalem Klimawandel und menschlicher Mobilität bestimmen. Das wird zum anderen mit der Forschung zum Mobilitätskonzept im Sinne Mimi Shellers zusammengebracht, insbesondere der „mobility justice“, der Mobilitätsgerechtigkeit. Auf diese Weise sollen der ausgezeichnete Artikel und das gesamte Sonderheft eine Alternative aufzeigen zu der weit verbreiteten Annahme, dass die Beziehung zwischen Klimawandel und Migration ein Problem sei, dem mit technischen Lösungen beizukommen wäre.

Der John Urry Memorial Prize soll von nun an einmal jährlich von den Herausgeber*innen der Zeitschrift zu Ehren des Gründungsherausgebers und Soziologen John Urry verliehen werden.

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