Deutsche Investitionen und Beschäftigung in Afrika – Welche Rolle können öffentliche Fördermaßnahmen spielen?
Other Report | German Institute for Global and Area Studies (GIGA) | 2022
Abstract
Die Ergebnisse dieses Berichts basieren auf zwei neuen Datengrundlagen. Zum einen werden Daten zu Greenfield-Projekten aus einer konsolidierten Datenbank genutzt, die unser Forschungsteam durch die Zusammenführung verschiedener Datenbanken generiert hat. Diese Datenbank ermöglicht Einblicke in Trends in Greenfield-Investitionen in Afrika und ihre direkten Beschäftigungseffekte. Zum anderen haben wir deutsche Unternehmen zu ihren unternehmerischen Tätigkeiten und Investitionsprojekten auf dem afrikanischen Kontinent befragt, um das Beschäftigungspotenzial deutscher Investitionen und der Hebelwirkung öffentlicher Förderprogramme hinsichtlich dieser Investitionen und ihrer Beschäftigungswirkung besser zu verstehen. Dieser Bericht ist wie folgt aufgebaut: Wir präsentieren zunächst Trends in ausländischen Direktinvestitionen in Afrika und direkten Beschäftigungswirkungen, wobei wir relevante Daten- und Wissenslücken identifizieren. Dann beschäftigen wir uns mit deutschen Investitionen in Afrika und stellen die Stichprobe der Unternehmensbefragung vor. Anschließend werden die Beschäftigungswirkungen deutscher Investitionen genauer beleuchtet und Einblicke in die Rolle öffentlicher Fördermaßnahmen in der deutscher Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika gegeben. Hier gehen wir insbesondere auf die Inanspruchnahme und Wirksamkeit der Fördermaßnahmen ein.
Greenfield FDI can support job creation in Africa, but its full impact is unclear. Using new data from 2013–2020, we find more projects than previously reported. While FDI boosts formal jobs in some sectors, its overall impact is modest and may even crowd out domestic employment.
Rethinking development policy: dismantling it would be fatal - it serves German interests and secures global goods. But “business as usual” is not enough: coordination and genuine partnerships with the Global South are necessary. Europe must create a more effective, multilateral offer.