GIGA Focus Africa

Süd-Süd-Investitionen – eine Chance für Subsahara-Afrika?

Number 3 | 2011 | ISSN: 1862-3603


  • "Während Partnerschafts- und Unterstützungsmechanismen für die ärmsten Länder durch traditionelle Geberländer häufig bei Weitem nicht ausreichend sind, gewinnt der Austausch von Ressourcen, Technologien und Wissen zwischen Entwicklungsländern immer mehr an Bedeutung", so Josephine Ojiambo, Präsidentin des Ausschusses für Süd-Süd-Kooperation der UN-Generalversammlung, am 4. Mai 2011 in einem IPS-Interview.

    Analyse Ausländische Direktinvestitionen in Subsahara-Afrika haben im letzten Jahrzehnt stark zugenommen. Moderne Technologien und entsprechendes Know-how wurden dadurch jedoch kaum verbreitet. Die Hoffnung liegt nun auf neuen Investoren aus Entwicklungsländern: Diese Unternehmen verfügen häufiger als die Wettbewerber aus Industrieländern über Technologien, die an die Bedingungen in Afrika angepasst sind und deren Übernahme durch heimische Unternehmen eher wahrscheinlich ist.

    • Ausländische Direktinvestitionen bedeuten nicht nur Kapitalzuflüsse, sondern können durch Spillover-Effekte heimischen Unternehmen den Zugang zu modernen Technologien eröffnen und damit einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung leisten.

    • Neben Unternehmen aus Industrieländern sind in Subsahara-Afrika neue Investoren aus Entwicklungsländern (Süd-Süd-Unternehmen) getreten. Diese Unternehmen kommen vorwiegend aus asiatischen Ländern wie China, Indien und Malaysia, aber auch aus Südafrika.

    • Vor allem Investoren aus Subsahara-Afrika (regionale Süd-Süd-Unternehmen) können die Verbreitung von Technologien innerhalb der Region fördern, da ihre Technologien besser an den Standort angepasst sind und leichter von heimischen Unternehmen übernommen werden können.

    • Süd-Süd-Investitionen gibt es auch im Finanzsektor: Jüngste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass regionale Süd-Süd-Banken durch Spillover-Effekte einen Beitrag zur Steigerung der Effizienz heimischer Banken in Subsahara-Afrika leisten.


    Footnotes


      "Während Partnerschafts- und Unterstützungsmechanismen für die ärmsten Länder durch traditionelle Geberländer häufig bei Weitem nicht ausreichend sind, gewinnt der Austausch von Ressourcen, Technologien und Wissen zwischen Entwicklungsländern immer mehr an Bedeutung", so Josephine Ojiambo, Präsidentin des Ausschusses für Süd-Süd-Kooperation der UN-Generalversammlung, am 4. Mai 2011 in einem IPS-Interview.

      Analyse Ausländische Direktinvestitionen in Subsahara-Afrika haben im letzten Jahrzehnt stark zugenommen. Moderne Technologien und entsprechendes Know-how wurden dadurch jedoch kaum verbreitet. Die Hoffnung liegt nun auf neuen Investoren aus Entwicklungsländern: Diese Unternehmen verfügen häufiger als die Wettbewerber aus Industrieländern über Technologien, die an die Bedingungen in Afrika angepasst sind und deren Übernahme durch heimische Unternehmen eher wahrscheinlich ist.

      • Ausländische Direktinvestitionen bedeuten nicht nur Kapitalzuflüsse, sondern können durch Spillover-Effekte heimischen Unternehmen den Zugang zu modernen Technologien eröffnen und damit einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung leisten.

      • Neben Unternehmen aus Industrieländern sind in Subsahara-Afrika neue Investoren aus Entwicklungsländern (Süd-Süd-Unternehmen) getreten. Diese Unternehmen kommen vorwiegend aus asiatischen Ländern wie China, Indien und Malaysia, aber auch aus Südafrika.

      • Vor allem Investoren aus Subsahara-Afrika (regionale Süd-Süd-Unternehmen) können die Verbreitung von Technologien innerhalb der Region fördern, da ihre Technologien besser an den Standort angepasst sind und leichter von heimischen Unternehmen übernommen werden können.

      • Süd-Süd-Investitionen gibt es auch im Finanzsektor: Jüngste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass regionale Süd-Süd-Banken durch Spillover-Effekte einen Beitrag zur Steigerung der Effizienz heimischer Banken in Subsahara-Afrika leisten.



      Dr. Birte Pfeiffer (née Pohl)

      Formerly Research Fellow

      birte.pfeiffer@giga-hamburg.de



      Imprint

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      The German Institute for Global and Area Studies (GIGA) – Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien in Hamburg publishes the Focus series on Africa, Asia, Latin America, the Middle East and global issues. The GIGA Focus is edited and published by the GIGA. The views and opinions expressed are solely those of the authors and do not necessarily reflect those of the institute. Authors alone are responsible for the content of their articles. GIGA and the authors cannot be held liable for any errors and omissions, or for any consequences arising from the use of the information provided.

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