Frieden und Sicherheit

Der Forschungsschwerpunkt Frieden und Sicherheit analysiert, wie sich Identitäten und Ideologien, institutionelle Konstellationen und internationale Interventionen auf die Friedens- und Konfliktdynamiken im Globalen Süden auswirken und untersucht internationale Gewalt- und Sicherheitstrends.


  • Wie können wir gewaltsame Konflikte überwinden und nachhaltigen Frieden schaffen? Diese Frage ist von entscheidender Bedeutung, um politische, soziale und wirtschaftliche Entwicklungen im 21. Jahrhundert verstehen und beeinflussen zu können. Zwar sind zwischenstaatliche Kriege seltener geworden und die Zahl der Bürgerkriege ist insgesamt zurückgegangen, jedoch bleiben gewaltsame und andere Konflikte eine allgegenwärtige Herausforderung. Der Forschungsschwerpunkt Frieden und Sicherheit untersucht Friedens- und Konfliktprozesse in Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Nahen Osten und erforscht internationale Gewalt- und Sicherheitsdynamiken.

    Internationale Krisen, langwierige innerstaatliche Konflikte sowie staatliche und gesellschaftliche Gewalt zerstören noch immer das Leben von Millionen von Menschen. Sie sind außerdem ein zentrales Entwicklungshemmnis und gefährden die Sicherheit von Einzelnen, gesellschaftlichen Gruppen, Staaten und der Welt insgesamt. Wir analysieren die Rolle lokaler, nationaler, regionaler und internationaler Akteure bei der Schaffung von Frieden und Sicherheit und der Überwindung von Konflikten, indem wir neuartige theoretische Erklärungen vorantreiben und modernste qualitative und quantitative Vergleichsmethoden integrieren. Um umfassendes Wissen über Friedens- und Konfliktdynamiken zu gewinnen, arbeiten wir mit führendenden Forschungsinstituten aus verschiedenen Weltregionen zusammen. Besonderes Augenmerk liegt auf dem zunehmenden transnationalen Charakter von Konflikten und der Friedensförderung. Unsere Forschungsergebnisse sollen dabei sowohl für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als auch für Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit von Nutzen sein.

    Die Wissenschaftler:innen des Forschungsschwerpunkt Frieden und Sicherheit arbeiten in drei Forschungsteams, die analysieren, wie Identitäten und Ideologien, institutionelle Arrangements und internationale Interventionen Friedens- und Konfliktdynamiken beeinflussen.

    Das Team Identitäten, Ideologie und Konflikt untersucht, wie soziale Identitäten, Religion und Ideologien Einfluss auf Prozesse der Mobilisierung und Auseinandersetzung ausüben und wie diese Unsicherheiten und Konflikte verstärken oder reduzieren können. Das Forschungsteam Institutionen für nachhaltigen Frieden analysiert, ob und wie institutionelle Arrangements – zum Beispiel Machtteilung in Regierungen, Reformen des Sicherheitssektors und der Umgang mit Klimawandel und erzwungener Migration – den Frieden fördern, aber auch zum Entstehen von Konflikten beitragen können. Das Team Interventionen und Sicherheit untersucht, wie externe Akteure sowie internationale und regionale Vereinbarungen Friedens- und Konfliktdynamiken beeinflussen und welche sicherheitspolitischen Auswirkungen ihre Interventionen auf lokaler, nationaler, regionaler und internationaler Ebene haben.

    Dr. Christian von Soest

    Lead Research Fellow / Leitung Forschungsschwerpunkt "Frieden und Sicherheit"

    T. +49 (0)40 - 428 25-590christian.vonsoest@giga-hamburg.de

    Deutsche Welle | Zitat | 13.09.2022

    The alleged successes of Nayib Bukele in the fight against violence

    Violence in El Salvador is a persistent problem as are repressive approaches by the governments.

    Prof. Dr. Sabine Kurtenbach

    Lead Research Fellow / Gesamtredaktion GIGA Focus Redaktion GIGA Focus Global

    Journal of Peace Research | 08.2022

    International Sanctions Termination, 1990–2018: Introducing the IST Dataset

    We introduce the International Sanctions Termination (IST) dataset that captures all EU, UN, US and regional sanctions between 1990 – 2018. We describe the data collection process, discuss IST’s compatibility with existing datasets, introduce new variables that focus on the design of sanctions and explore how they affect their termination.

    Hana Attia

    Doctoral Researcher

    Dr. Julia Grauvogel

    Senior Research Fellow / Sprecherin Forschungsteam

    GIGA Forum | 29.09.2022

    Angriff auf Wahlen: Ängste in Brasilien und anderswo

    Am 2. Oktober 2022 können mehr als 150 Mio. Brasilianer:innen wählen gehen. Jair Bolsonaro möchte Präsident bleiben und hat wiederholt das Abstimmungssystem in Frage gestellt. Bei diesem GIGA Forum untersuchen Expert:innen fehlerhafte, korrupte oder gescheiterte Wahlen in Lateinamerika, Asien und Afrika.

    GIGA Focus Global | 3/2022

    COVID-19 and Violent Actors in the Global South: A Complex Relationship

    Eine regional vergleichende Analyse der Auswirkungen von COVID-19 auf Gewalt zeigt eine beachtliche Varianz sowohl zwischen Kontexten als auch bewaffneten Akteuren. Während die Gewalt in Lateinamerika und dem Nahen Osten und Nordafrika insgesamt zurückging, stieg sie in Subsahara-Afrika an.

    Infografik | 08.2022

    Regional Neighbourhoods Matter for Peacebuilding

    Nachbarstaaten, Regionalorganisationen aber auch Netzwerke unterschiedlicher Akteure spielen für Konfliktdynamiken eine wichtige Rolle. Sie können entweder zur Friedensentwicklung oder zur Verstetigung und Eskalation von Gewaltkonflikten beitragen. Die Infografik zur Trendanalyse illustriert dies.

    Forschung | 21.08.2022

    ECPR General Conference 2022: GIGA-Wissenschaftler:innen präsentieren ihre Forschung

    Auch in diesem Jahr präsentieren Wissenschaftler:innen des GIGA ihre Forschungsergebnisse auf der Hauptkonferenz des European Consortium for Political Research (ECPR) in virtuellen Vorträgen und bei Panels vor Ort in Innsbruck. Der jährlich stattfindende Kongress dient der Vernetzung und treibt die Entwicklung der Forschung in allen Teildisziplinen voran.

    Journal of Conflict Resolution | 06.2022

    Divergent Perceptions of Peace in Post-Conflict Societies: Insights from Sri Lanka

    Research on postwar peace focuses primarily on how elites and institutions can prevent relapse into civil war. In line with this special issue’s focus on citizens’ experiences, we take a micro-level approach to explore peace beyond the absence of war.

    Prof. Dr. Sabine C. Carey

    Christian Gläßel

    GIGA Focus Lateinamerika | 3/2022

    Pandemic, Protest, and Petro Presidente: Rescuing Colombia’s Peace

    COVID-19 bereitete den Weg für eine linke Regierung bei Kolumbiens Wahlen. Die Pandemie vertiefte strukturelle Ungleichheiten und verursachte eine bis dahin unbekannte Protestwelle gegen die rechtsgerichtete Regierung. Deren gewaltsame Reaktion verstärkte den Ruf nach Wandel zusätzlich.

    GIGA Working Papers | 09.2022

    Sustaining Civic Space in Times of COVID-19: Global Trends

    Welchen Einfluss hatte COVID-19 auf zivilgesellschaftliche Handlungsspielräume? Entgegen gängiger Annahmen zeigt unsere Betrachtung von fünf Weltregionen im Globalen Süden und Nicht-OECD-Staaten in Europa und im Kaukasus, dass zivilgesellschaftliche Akteure ihre Handlungsspielräume oft erhalten konnten.

    Small Wars and Insurgencies | 09.2022

    The Shadow of ‘the Boys:’ Rebel Governance without Territorial Control in Assam’s ULFA Insurgency

    This article leverages data from an oft-overlooked case of rebel governance – India’s United Liberation Front of Assam (ULFA) – to demonstrate the importance of de-centring territorial control as a prerequisite for rebel governance.

    Alex Waterman

    Research Fellow

    Journal of Peace Research | 08.2022

    International Sanctions Termination, 1990–2018: Introducing the IST Dataset

    We introduce the International Sanctions Termination (IST) dataset that captures all EU, UN, US and regional sanctions between 1990 – 2018. We describe the data collection process, discuss IST’s compatibility with existing datasets, introduce new variables that focus on the design of sanctions and explore how they affect their termination.

    Hana Attia

    Doctoral Researcher

    Dr. Julia Grauvogel

    Senior Research Fellow / Sprecherin Forschungsteam

    Infografik | 08.2022

    Regional Neighbourhoods Matter for Peacebuilding

    Nachbarstaaten, Regionalorganisationen aber auch Netzwerke unterschiedlicher Akteure spielen für Konfliktdynamiken eine wichtige Rolle. Sie können entweder zur Friedensentwicklung oder zur Verstetigung und Eskalation von Gewaltkonflikten beitragen. Die Infografik zur Trendanalyse illustriert dies.

    Kapitel in Sammelband | 08.2022

    Auswirkungen des Gaza-Krieges 2021 auf Deutschland: eine mehrdimensionale Analyse des Radikalisierungsgeschehens

    Der Gaza-Krieg vom Mai 2021 hatte deutlich messbare Auswirkungen auf das Radikalisierungsgeschehen in Deutschland. Mit dem im MOTRA-Verbund zur Verfügung stehenden Instrumentarium werden in diesem Beitrag zum ersten Mal die Rückwirkungen eines Ereignisses, das außerhalb Deutschlands stattgefunden hat, dargestellt.

    Dr. Katrin Brettfeld

    Simon Greipl

    Julian Hohner

    Dr. Sophia Hunger

    Dr. Eylem Kanol

    Prof. Dr. Peter Wetzels

    Forschungsprojekt | 01.01.2022 - 30.06.2023

    Sanctions Termination in Times of Crises: Unpacking the Role of External Shocks

    In March 2020, the UN Secretary-General called for the easing of sanctions against Iran in response to COVID-19. Hence, external shocks are potentially related to sanctions termination. Yet, the effect of different types of external shocks such as pandemics, natural disasters, and economic crises on the (gradual) removal of sanctions has not been systematically studied. This project examines when and how external shocks affect sanctions termination through a nested research design combining new data collection, statistical analyses, and two case studies.
    DFG, 2022-2023

    Dr. Julia Grauvogel

    Senior Research Fellow / Sprecherin Forschungsteam

    Hana Attia

    Doctoral Researcher

    Forschungsprojekt | 01.12.2021 - 30.11.2024

    Migration and Im/Mobility in the Global South during a Pandemic (DFG Network)

    The SARS-CoV-2 pandemic has led to novel experiences of isolation, mobility restriction and exclusion. Mobile populations are particularly affected when borders are closed and migrants are turned away, commuters are denied border crossings, resettlements are suspended or unlawful deportations are justified by pandemic-related risks. This network brings together twenty migration researchers to collect data, build theory, and gain new knowledge about the impact of the pandemic on the Global South.
    DFG, 2021-2024

    Prof. Dr. Heike Drotbohm

    Dr. Antje Missbach

    Judith Altrogge

    Jun.-Prof. Dr. Soledad Alvarez Velasco

    Dr. Sabine Mohamed

    Dr. Tabea Scharrer

    Dr. Gerhild Perl

    Dr. Dora Sampaio

    Dr. Victoria Kumala Sakti

    Dr. Megha Amrith

    Dr. Wayne Palmer

    Yaatsil Guevara

    Dr. Magdalena Suerbaum

    Dr. Monika Palmberger

    Dilshad Muhammad

    Dr. Franzisca Zanker

    Prof. Dr. Jelena Tosic

    Maria Lassak

    Dr. Katja Girr

    Prof. Dr. Magnus Treiber

    Forschungsprojekt | 01.10.2021 - 30.09.2022

    Rebellion, Elections and the Pandemic in the Central African Republic: COVID-19 and its Impact on Deep-seated Patterns of Governance

    The COVID-19 pandemic reaches the Central African Republic (CAR) just when citizens were passing milestones for ending the country's conflicts through a peace agreement and national elections. A new rebellion broke out in late 2020 that hindered medical access to some of the most impoverished areas. An interplay of rebellion, elections and containing the pandemic have become the critical triangle deciding whether CAR can overcome its deep-seated patterns of governance that are stifling political and economic progress.
    DFG, 2021-2022

    Dr. Tim Glawion

    Research Fellow

    Forschungsprojekt | 01.06.2021 - 30.11.2021

    A Different Kind of Refugee: A Case Study of the Emirates’ Syrian Migrants Seeking Citizenship in Europe

    In the absence of access to citizenship rights and permanent residencies in the Gulf States, Syrian migrants of the Gulf are increasingly seeking alternative permanencies elsewhere. Through an ethnography in Berlin and Hamburg, this project aims to explore how Syrians, born and raised in the UAE, navigate the ‘asylum seeking route’ to Western Europe, taking into consideration the situation in Syria and its effects upon their relationship to citizenship and future plans, within the Gulf and Europe. AvH, 2021

    Dr. İdil Akıncı

    Ehemals Visiting Fellow

    Forschungsprojekt | 01.05.2021 - 31.12.2025

    SAGE-Centre: Sustainable Adaptation to Global Change in the Middle East

    In dealing with climate change, scientific cooperation between emerging countries and industrialised nations is of particular importance. The GIGA is part of the Climate and Environment Centre SAGE – one of four global centres on the topic, funded by the German Academic Exchange Service and the Federal Foreign Office. SAGE will contribute to empowering Middle Eastern societies to create a science-based, adaptive and sustainable management of natural resources in a changing world.
    DAAD, 2021-2025

    Prof. Dr. Eckart Woertz

    Direktor des GIGA Instituts für Nahost-Studien

    Forschungsprojekt | 01.04.2021 - 31.03.2024

    World Order Narratives of the Global South (WONAGO)

    The decades since the late twentieth century are marked by the end of the bipolar world order and the rise of countries of the Global South. Most explanations focus on political and economic power shifts and do not pay much attention to ideas of order, especially those prevalent in the Global South. To provide a more inclusive perspective, this project researches world order narratives in Latin America, Africa, Middle East and Asia. It is funded by the Federal Ministry of Education and Research as part of its Area Studies strategy.
    BMBF, 2021-2024

    Forschungsprojekt | 01.03.2021 - 31.08.2022

    COVID-19 and the Dynamics of (Post-)War Violence: Lessons from Colombia and Syria

    What are the effects of the COVID-19 pandemic on the dynamics of violence during and after civil wars? The project analyses the pandemic-related reconfiguration of social and political orders in a comparative study of Syria and Colombia at subnational levels. In this way, it will provide new knowledge on violence dynamics in two of the most complex conflicts today and be able to suggest crucial lessons for similar (post-)war contexts in other parts of the world.
    Volkswagen Foundation, 2021-2022

    Forschungsprojekt | 01.03.2021 - 30.09.2022

    Corona Conflicts? Analysing Effects of the COVID-19 Pandemic on Violent Conflict in Africa

    At the beginning of the COVID-19 pandemic, decision-makers warned that the pandemic might lead to more violent conflict in fragile states, especially in sub-Saharan Africa. This project engages in a mixed-methods approach to study related relationships.
    Volkswagen Foundation, 2021-2022

    Prof. Dr. Matthias Basedau

    Direktor des GIGA Instituts für Afrika-Studien / Redaktion GIGA Focus Afrika

    Mora Deitch

    Research Fellow

    Team

    Selman Almohamad

    Research Fellow

    Hana Attia

    Doctoral Researcher

    Dr. André Bank

    Senior Research Fellow

    Prof. Dr. Matthias Basedau

    Direktor des GIGA Instituts für Afrika-Studien / Redaktion GIGA Focus Afrika

    Dr. Sara Bazoobandi

    Research Fellow

    Yannick Deepen

    Research Fellow

    Mora Deitch

    Research Fellow

    Hayat Douhan

    Research Fellow

    Mirna El Masri

    Research Fellow

    Dr. Tim Glawion

    Research Fellow

    Dr. Julia Grauvogel

    Senior Research Fellow / Sprecherin Forschungsteam

    Dr. Jens Heibach

    Research Fellow

    Asma Khalifa

    Doctoral Researcher / Representative of Doctoral Researchers

    Markus A. Kirchschlager

    Doctoral Researcher

    Julia Köbrich

    Doctoral Researcher

    Tom Konzack

    Doctoral Researcher

    Dr. David Kuehn

    Senior Research Fellow / Koordinator GIGA Forum

    Prof. Dr. Sabine Kurtenbach

    Lead Research Fellow / Gesamtredaktion GIGA Focus Redaktion GIGA Focus Global

    Nora Kürzdörfer

    Doctoral Researcher

    Désirée Reder

    Doctoral Researcher

    Dr. Thomas Richter

    Lead Research Fellow / Leitung Forschungsschwerpunkt "Politische Veranwortlichkeit und Partizipation" Redaktion GIGA Focus Nahost

    Wolfgang Rudischhauser

    Diplomat in Residence and Fellow

    Dr. Marika Sosnowski

    Research Fellow

    Juliana Tappe Ortiz

    Doctoral Researcher

    Dr. Christian von Soest

    Lead Research Fellow / Leitung Forschungsschwerpunkt "Frieden und Sicherheit"

    Alex Waterman

    Research Fellow

    Prof. Dr. Eckart Woertz

    Direktor des GIGA Instituts für Nahost-Studien


    Forschungsteams

    Die Wissenschaftler:innen des Forschungsschwerpunkt Frieden und Sicherheit arbeiten in drei Forschungsteams, die analysieren, wie Identitäten und Ideologien, institutionelle Arrangements und internationale Interventionen Friedens- und Konfliktdynamiken beeinflussen. Das Team Identitäten, Ideologie und Konflikt untersucht, wie soziale Identitäten, Religion und Ideologien Einfluss auf Prozesse der Mobilisierung und Auseinandersetzung ausüben und wie diese Unsicherheiten und Konflikte verstärken oder reduzieren können. Das Forschungsteam Institutionen für nachhaltigen Frieden analysiert, ob und wie institutionelle Arrangements – zum Beispiel Machtteilung in Regierungen, Reformen des Sicherheitssektors und der Umgang mit Klimawandel und erzwungener Migration – den Frieden fördern, aber auch zum Entstehen von Konflikten beitragen können. Das Team Interventionen und Sicherheit untersucht, wie externe Akteure sowie internationale und regionale Vereinbarungen Friedens- und Konfliktdynamiken beeinflussen und welche sicherheitspolitischen Auswirkungen ihre Interventionen auf lokaler, nationaler, regionaler und internationaler Ebene haben.


    Forschungsteam 1: Identitäten, Ideologie und Konflikt

    Das Forschungsteam "Identitäten, Ideologie und Konflikt" untersucht den Einfluss religiöser und anderer sozialer Identitäten und Ideologien auf Mobilisierungsprozesse und verschiedene Formen der umstrittenen Politik. Es betrachtet zudem wie diese Unsicherheit und gewaltsame Konflikte entweder ver- oder entschärfen. Außerdem analysiert das Forschungsteam, wie Religion und Ethnizität in Verbindung mit materiellen Faktoren, wie z.B. natürlichen Ressourcen, den Verlauf von Konflikten bestimmen kann.

    Basierend auf umfassender Feldforschung und der Zusammenarbeit mit Wissenschaftler*innen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Nahen Osten generieren wir Wissen über relevante Akteure und Prozesse auf der Mikroebene. Darüber hinaus konzentrieren wir uns auf den allgemeinen Einfluss, den Identitäten, Religion und Ideologie auf Konflikte haben. Als interdisziplinäres Team, dem Politikwissenschaftler*innen, Historiker*innen und Religionswissenschaftler*innen angehören, vergleichen die Teammitglieder weltreligionsinterne und -übergreifende Fälle. Dabei setzen sie sowohl qualitative als auch quantitative Methoden ein und arbeiten mit Mixed-Methods-Designs.

    Das Forschungsteam konzentriert sich auf drei Bereiche: Erstens analysiert es soziale und politische Akteure und deren Mobilisierungsstrategien. Diese Arbeit umfasst die Forschung zum politischen Islam und untersucht, wie und warum sich gewalttätige und potenziell gewalttätige islamistische Gruppen radikalisieren oder moderater werden. Dazu gehört auch, wie Jihadi-Gruppen internationale Entwicklungen darstellen, um neue Anhänger in westlichen Gesellschaften zu gewinnen. Zweitens untersucht das Forschungsteam, wie religiöse Faktoren die Wahrscheinlichkeit von bewaffneten Konflikten beeinflussen und dabei mit anderen Friedens- und Konfliktfaktoren -wie ethnischen Identitäten- zusammenwirken. Diese Untersuchung umfasst die Arbeit mit globalen Datensätzen zu den religiösen Ideologien von Rebellen und verschiedenen Formen religiöser Gewalt. Schließlich befasst sich das Forschungsteam mit Mikroprozessen von Konflikten, aber auch mit Kooperationen auf lokaler Ebene und dem Einfluss, den zum Beispiel interethnische und religiöse Beziehungen auf diese Prozesse haben.

    Sprecherin Team 1

    Dr. Sara Bazoobandi

    Research Fellow



    Forschungsteam 2: Institutionen für nachhaltigen Frieden

    Das Forschungsteam "Institutionen für nachhaltigen Frieden" untersucht die Triebkräfte von Frieden und Sicherheit, aber auch von Konflikten und Repression. Die Teammitglieder konzentrieren sich insbesondere auf die Transformationsprozesse, die mit formellen und informellen Institutionen verbunden sind. Es wird untersucht, welche institutionellen Arrangements dazu beitragen, Frieden und Sicherheit zu schaffen, zu erhalten und zu fördern (z.B. Machtteilung in Regierungen oder Reformierung des Sicherheitssektors und die Steuerung von Klimawandel und erzwungener Migration), wobei der Einfluss internationaler, nationaler und lokaler Akteure berücksichtigt wird. Die Forscher*innen richten ihr Augenmerk gleichermaßen auf Institutionen und Prozesse, die den Frieden behindern können, indem sie staatliche und nicht-staatliche Gewaltakteure analysieren, wie Rebellenorganisationen, organisierte Kriminalität oder den staatlichen Sicherheitsapparat.

    Das Forschungsteam versucht zu verstehen, wie Institutionen helfen können, aktuelle Herausforderungen für Frieden und Sicherheit zu bewältigen. Die Forscher*innen bewerten die Qualität und Stabilität von Frieden und unterstützen politische Entscheidungsträger*innen bei der Antizipation von Konfliktausbrüchen und Eskalationsdynamiken. Zu diesem Zweck forscht das interdisziplinäre Team auf internationalen, regionalen, nationalen und subnationalen Analyseebenen und setzt dabei sowohl quantitative als auch qualitative, vergleichende Methoden ein. Teammitglieder haben Feldforschung an so unterschiedlichen Orten wie Argentinien, Chile, Zentralamerika, Kolumbien, Elfenbeinküste, Jordanien, Libanon, Nepal, Peru, Syrien, Südsudan und Sri Lanka durchgeführt.

    Sprecherin Team 2



    Forschungsteam 3: Interventionen und Sicherheit

    Das Forschungsteam “Interventionen und Sicherheit” analysiert verschiedenen Formen diplomatischer, wirtschaftlicher und militärischer Interventionen durch externe Akteure- wie die Vereinten Nationen und regionale Organisationen, Staaten und nichtstaatliche Akteure- in Konflikten. Es beschäftigt sich unter anderem mit folgenden Fragen: Unter welchen Bedingungen beschließen externe Akteure in bestimmte Konflikte zu intervenieren, aber nicht in andere? Warum wählen sie bestimmte Instrumente der Intervention? Und welchen Einfluss haben Interventionen auf mögliche Konfliktlösungen, auf die regionale und internationale Sicherheit und auf die Innenpolitik in den betroffenen Staaten?

    Zur Beantwortung dieser Fragen wendet das Forschungsteam eine überregional vergleichende Perspektive an, die qualitative und quantitative Methoden kombiniert. Dabei werden mehrere Analyseebenen berücksichtigt, da sich das Forschungsteam mit unterschiedlichen Arten von externen Akteuren und mit den Auswirkungen ihrer Interventionen auf der internationalen, regionalen, nationalen und lokalen Ebene beschäftigt. Durch seinen Fokus auf friedens- sowie potenziell konfliktfördernden Maßnahmen -einschließlich Sanktionen, Friedensoperationen, Mediation und Verhandlungenarbeitet das Forschungsteam an der Schnittstelle zwischen Friedens- und Konfliktforschung und „Security Studies“.

    Gegenwärtige und geplante Forschungsprojekte konzentrieren sich auf die Wirkung internationaler Sanktionen, regionales Krisenmanagement, Friedensoperationen der Vereinten Nationen und auf internationale Mediations- und Verhandlungsprozesse.

    Sprecherin Team 3 (interim)

    Hana Attia

    Doctoral Researcher


    Präsidentin

    Prof. Dr. Amrita Narlikar ist Präsidentin des GIGA. Ihre Forschungsschwerpunkte sind internationale Verhandlungen, wirtschaftliche Staatskunst und Multilateralismus. Sie hat ein besonderes Interesse an Indien, Asien und den BRICS.

    Büro der Präsidentin

    Regionalinstitute

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