GIGA Focus Global

Entwicklungsfinanzierung: Steuern als wichtiges Instrument

Nummer 6 | 2013 | ISSN: 1862-3581


  • Steuern und Entwicklung werden in zunehmendem Maße in einen direkten Zusammenhang gebracht. Die Zahl an Veröffentlichungen zu diesem Thema ist weltweit in den letzten Jahren rasant angestiegen. Erst im April 2013 unterstrich die Interamerikanische Entwicklungsbank (IADB) mit ihrer Jahrespublikation "More than Revenue: Taxation as a Development Tool" die Relevanz des Themas.

    Analyse Die Armutsbekämpfung erfordert ausreichende Staatseinnahmen. Ohne diese kann der Staat seinem Auftrag, öffentliche Güter bereitzustellen, nicht nachkommen. Gerade Entwicklungsländer sind mit dem Problem mangelnder Staatseinkünfte konfrontiert.

    • Eine Steuerquote von wenigstens 20 Prozent wird international als notwendige Richtmarke zur Deckung der allernötigsten Staatsausgaben angesehen. Während in Europa und Nordamerika nahezu alle Staaten diesen Wert eindeutig überschreiten, verfehlen ihn viele Staaten in Asien, Lateinamerika, im Nahen Osten und in Sub-Sahara Afrika.

    • Ein kausaler Zusammenhang besteht weder zwischen Pro-Kopf-Einkommen und Steuerquote noch zwischen politischen Systemen und der Steuerquote.

    • Die Gründe für niedrige Steuereinnahmen sind vielfältig. Sie lassen sich drei Themenkomplexen zuordnen: Steuerpolitik, Steuerverwaltung und Ausschöpfung des Steuerpotenzials.

    • Die Anzahl internationaler, nationaler wie auch regionaler Initiativen zur Mobilisierung eigener Ressourcen hat in den letzten zehn Jahren stark zugenommen.

    • Die Unterversorgung mit öffentlichen Gütern und die weit verbreitete Armut in Entwicklungsländern weisen auf einen akuten Handlungsbedarf zur Erhöhung der Steuereinnahmen hin, der auch in Zusammenhang mit der Erreichung der UN- Millenniumsentwicklungsziele steht.


    Fußnoten


      Steuern und Entwicklung werden in zunehmendem Maße in einen direkten Zusammenhang gebracht. Die Zahl an Veröffentlichungen zu diesem Thema ist weltweit in den letzten Jahren rasant angestiegen. Erst im April 2013 unterstrich die Interamerikanische Entwicklungsbank (IADB) mit ihrer Jahrespublikation "More than Revenue: Taxation as a Development Tool" die Relevanz des Themas.

      Analyse Die Armutsbekämpfung erfordert ausreichende Staatseinnahmen. Ohne diese kann der Staat seinem Auftrag, öffentliche Güter bereitzustellen, nicht nachkommen. Gerade Entwicklungsländer sind mit dem Problem mangelnder Staatseinkünfte konfrontiert.

      • Eine Steuerquote von wenigstens 20 Prozent wird international als notwendige Richtmarke zur Deckung der allernötigsten Staatsausgaben angesehen. Während in Europa und Nordamerika nahezu alle Staaten diesen Wert eindeutig überschreiten, verfehlen ihn viele Staaten in Asien, Lateinamerika, im Nahen Osten und in Sub-Sahara Afrika.

      • Ein kausaler Zusammenhang besteht weder zwischen Pro-Kopf-Einkommen und Steuerquote noch zwischen politischen Systemen und der Steuerquote.

      • Die Gründe für niedrige Steuereinnahmen sind vielfältig. Sie lassen sich drei Themenkomplexen zuordnen: Steuerpolitik, Steuerverwaltung und Ausschöpfung des Steuerpotenzials.

      • Die Anzahl internationaler, nationaler wie auch regionaler Initiativen zur Mobilisierung eigener Ressourcen hat in den letzten zehn Jahren stark zugenommen.

      • Die Unterversorgung mit öffentlichen Gütern und die weit verbreitete Armut in Entwicklungsländern weisen auf einen akuten Handlungsbedarf zur Erhöhung der Steuereinnahmen hin, der auch in Zusammenhang mit der Erreichung der UN- Millenniumsentwicklungsziele steht.



      Nina Korte

      Former Doctoral Researcher





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      GIGA Focus Global | 2/2013

      Afrika im Sog der Eurokrise

      Prof. Dr. Hans-Heinrich Bass

      Hans-Hermann Steinbeck

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