GIGA Focus Lateinamerika

Verhaltener Optimismus: wirtschaftliche Aussichten für Lateinamerika 2013

Nummer 1 | 2013 | ISSN: 1862-3573


  • Im Jahr 2012 fiel das gesamtwirtschaftliche Wachstum in Lateinamerika und der Karibik schwächer aus als noch zu Jahresbeginn erwartet. Für 2013 sieht die Weltbank jedoch in den meisten Volkswirtschaften der Region Anzeichen für einen Aufwärtstrend.

    Analyse Verglichen mit anderen Entwicklungsregionen zeigten Lateinamerika und die Karibik im Jahr 2012 die zweitniedrigste gesamtwirtschaftliche Wachstumsrate. Vor allem in Brasilien, der mit Abstand größten Volkswirtschaft der Region, blieb das Wirtschaftswachstum 2012 mit nur 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr weit hinter den Erwartungen zurück.

    • Die Turbulenzen in der Euro-Zone und die Haushaltsprobleme in den USA blieben nicht ohne negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung Lateinamerikas. Auch die Abschwächung des Wirtschaftswachstums in China dämpfte die Nachfrage nach lateinamerikanischen Produkten.

    • Innerhalb der Region verstärkten sich die Unterschiede in der wirtschaftlichen Dynamik weiter. Während südamerikanische Energie- und Rohstofflieferanten wie Bolivien, Chile, Ecuador und Peru auch 2012 ein relativ hohes Wachstum erzielen konnten, gelang es den meisten karibischen Volkswirtschaften nicht, die seit Jahren anhaltende wirtschaftliche Stagnation zu überwinden.

    • Außenwirtschaftlich weisen nur noch wenige Volkswirtschaften der Region Leistungsbilanzüberschüsse auf. Jedoch können die meisten Länder die Passivsalden ihrer Leistungsbilanzen problemlos mit externen Kapitalzuflüssen ausgleichen, wenn auch mit unterschiedlich hohen Risikozuschlägen.

    • Die Einschätzungen für die meisten Volkswirtschaften Lateinamerikas für das Jahr 2013 sind verhalten positiv; vor allem Brasilien kann wieder auf Wachstumskurs gelangen. Allerdings hängt die regionale Entwicklung auch vom weiteren Verlauf der Euro-Krise und den ungelösten Haushaltsproblemen in den USA ab.


    Fußnoten


      Im Jahr 2012 fiel das gesamtwirtschaftliche Wachstum in Lateinamerika und der Karibik schwächer aus als noch zu Jahresbeginn erwartet. Für 2013 sieht die Weltbank jedoch in den meisten Volkswirtschaften der Region Anzeichen für einen Aufwärtstrend.

      Analyse Verglichen mit anderen Entwicklungsregionen zeigten Lateinamerika und die Karibik im Jahr 2012 die zweitniedrigste gesamtwirtschaftliche Wachstumsrate. Vor allem in Brasilien, der mit Abstand größten Volkswirtschaft der Region, blieb das Wirtschaftswachstum 2012 mit nur 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr weit hinter den Erwartungen zurück.

      • Die Turbulenzen in der Euro-Zone und die Haushaltsprobleme in den USA blieben nicht ohne negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung Lateinamerikas. Auch die Abschwächung des Wirtschaftswachstums in China dämpfte die Nachfrage nach lateinamerikanischen Produkten.

      • Innerhalb der Region verstärkten sich die Unterschiede in der wirtschaftlichen Dynamik weiter. Während südamerikanische Energie- und Rohstofflieferanten wie Bolivien, Chile, Ecuador und Peru auch 2012 ein relativ hohes Wachstum erzielen konnten, gelang es den meisten karibischen Volkswirtschaften nicht, die seit Jahren anhaltende wirtschaftliche Stagnation zu überwinden.

      • Außenwirtschaftlich weisen nur noch wenige Volkswirtschaften der Region Leistungsbilanzüberschüsse auf. Jedoch können die meisten Länder die Passivsalden ihrer Leistungsbilanzen problemlos mit externen Kapitalzuflüssen ausgleichen, wenn auch mit unterschiedlich hohen Risikozuschlägen.

      • Die Einschätzungen für die meisten Volkswirtschaften Lateinamerikas für das Jahr 2013 sind verhalten positiv; vor allem Brasilien kann wieder auf Wachstumskurs gelangen. Allerdings hängt die regionale Entwicklung auch vom weiteren Verlauf der Euro-Krise und den ungelösten Haushaltsproblemen in den USA ab.



      Prof. em. Dr. Hartmut Sangmeister




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