GIGA Focus Afrika

Infrastrukturprojekte in der SADC-Region: die Rolle Chinas

Nummer 2 | 2013 | ISSN: 1862-3603


  • Auf seiner ersten Staatsreise besuchte Chinas neuer Präsident Xi Jinping auch Tansania, Südafrika und die DR Kongo. Er bestätigte die bereits im letzten Jahr von seinem Vorgänger Hu Jintao zugesagten Kredite für Afrika im Umfang von 20 Mrd. USD. Ein beträchtlicher Teil der Mittel wird in den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur fließen.

    Analyse Chinesische Kredite und chinesische Unternehmen spielen bereits jetzt für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im östlichen und südlichen Afrika eine führende Rolle. Dabei stimmen die Interessen der afrikanischen Regierungen und ihrer chinesischen Partner weitgehend überein.

    • Die unzulängliche Verkehrsinfrastruktur stellt ein zentrales Hemmnis für die wirtschaftliche Entwicklung im östlichen und südlichen Afrika dar.

    • Für die Mitgliedstaaten der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) sind chinesische Akteure wichtige Partner beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Insbesondere Angola profitiert von umfangreichen chinesischen Investitionen.

    • Die Volksrepublik China erreicht zwei Ziele: erstens den verkehrstechnischen Zugang zu Lagerstätten und damit den Zugriff auf Rohstoffe, häufig unter Umgehung der Marktpreise, und zweitens die Öffnung der Märkte der SADC-Länder im Bereich Infrastruktur für chinesische Unternehmen.

    • Aber auch die SADC-Staaten profitieren: Durch die Zusammenarbeit mit China wird eine Vielzahl an Projekten in kurzer Zeit umgesetzt, für die es ohne das chinesische Engagement keine ausreichenden Mittel gäbe.

    • Die Schattenseite der afrikanisch-chinesischen Zusammenarbeit besteht in teils geringer Transparenz bei der Vergabe öffentlicher Aufträge, Korruption und Selbstbereicherung der politischen Eliten sowie oftmals groben Qualitätsmängeln, Verletzung von Arbeitnehmerrechten und unzureichenden Trickle-Down-Effekten.


    Fußnoten


      Auf seiner ersten Staatsreise besuchte Chinas neuer Präsident Xi Jinping auch Tansania, Südafrika und die DR Kongo. Er bestätigte die bereits im letzten Jahr von seinem Vorgänger Hu Jintao zugesagten Kredite für Afrika im Umfang von 20 Mrd. USD. Ein beträchtlicher Teil der Mittel wird in den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur fließen.

      Analyse Chinesische Kredite und chinesische Unternehmen spielen bereits jetzt für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im östlichen und südlichen Afrika eine führende Rolle. Dabei stimmen die Interessen der afrikanischen Regierungen und ihrer chinesischen Partner weitgehend überein.

      • Die unzulängliche Verkehrsinfrastruktur stellt ein zentrales Hemmnis für die wirtschaftliche Entwicklung im östlichen und südlichen Afrika dar.

      • Für die Mitgliedstaaten der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) sind chinesische Akteure wichtige Partner beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Insbesondere Angola profitiert von umfangreichen chinesischen Investitionen.

      • Die Volksrepublik China erreicht zwei Ziele: erstens den verkehrstechnischen Zugang zu Lagerstätten und damit den Zugriff auf Rohstoffe, häufig unter Umgehung der Marktpreise, und zweitens die Öffnung der Märkte der SADC-Länder im Bereich Infrastruktur für chinesische Unternehmen.

      • Aber auch die SADC-Staaten profitieren: Durch die Zusammenarbeit mit China wird eine Vielzahl an Projekten in kurzer Zeit umgesetzt, für die es ohne das chinesische Engagement keine ausreichenden Mittel gäbe.

      • Die Schattenseite der afrikanisch-chinesischen Zusammenarbeit besteht in teils geringer Transparenz bei der Vergabe öffentlicher Aufträge, Korruption und Selbstbereicherung der politischen Eliten sowie oftmals groben Qualitätsmängeln, Verletzung von Arbeitnehmerrechten und unzureichenden Trickle-Down-Effekten.



      Sören Scholvin

      Ehemals Research Fellow





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