Presseinformation

Marie-Curie-ITN-Projekt "Mediating Islam in the Digital Age" (MIDA) von Europäischer Kommission bewilligt

Einem internationalen Konsortium bestehend aus Forschungsinstituten, Universitäten und nichtakademischen Partnerorganisationen aus sechs europäischen Ländern wurde im Juni vom Institut für Forschung und Innovation der Europäischen Kommission eine Forschungsförderung zugesprochen.

Hamburg, 1. August 2018 – MIDA wird vom Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) in Paris koordiniert. Das Konsortium umfasst zwölf akademische Institutionen und dreizehn Partnerorganisationen. Eines der akademischen Institute ist das German Institute for Global and Area Studies (GIGA).

Das MIDA-Projekt baut auf der Annahme auf, dass Digitalisierung und technologischer Fortschritt einen bedeutenden Einfluss auf den Islam haben – mit vielfältigen und weitreichenden Konsequenzen, die an vergangene technologische Revolutionen wie den Buchdruck erinnern. Die rapiden Veränderungen, die bereits stattfinden, erzeugen ein Gefühl des Kontrollverlusts und der Unsicherheit in der Öffentlichkeit, aber auch unter Entscheidungsträgern aus Politik, Medien und Wissenschaft und nicht zuletzt unter Musliminnen und Muslimen selbst. Gleichzeitig bieten die Verbreitung moderner digitaler Medien, neue Kommunikationstechnologien und Wege der Produktion und Verbreitung von Informationen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie gesellschaftlichen Akteuren – ob muslimisch oder nicht-muslimisch – Anlass, diesen Veränderungen auf den Grund zu gehen und sie besser zu verstehen.

MIDA wird diese Entwicklungen in all ihren Dimensionen untersuchen und dazu drei wichtige Fragen aufwerfen: Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf (1) den Islam (u. a. Überzeugungen, Praktiken, Gesellschaften, politische Organisationen, gesellschaftliche Institutionen und Perspektiven), (2) den Bezug der Musliminnen und Muslime zu ihrer Vergangenheit sowie (3) die Islamwissenschaften?

Drei der beteiligten akademischen Institutionen sind in Deutschland ansässig:

Pressekontakt:
Dr. Jens Heibach
GIGA Institut für Nahost-Studien
Tel.: +49 (0)40 - 428 25-715
E-Mail: jens.heibach@giga-hamburg.de

Verena Schweiger
Leitung Fachabteilung Kommunikation
Tel.: +49 (0)40 - 428 25-770
E-Mail: presse@giga-hamburg.de

Über das German Institute for Global and Area Studies (GIGA) / Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien:
Das German Institute for Global and Area Studies (GIGA) ist ein unabhängiges, sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut mit Sitz in Hamburg. Es forscht zu politischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Nahost sowie zu globalen Fragen. Als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft folgt das Institut dem Leibniz-Grundsatz „Theoria cum Praxi“: Wissenschaft zum Wohl und Nutzen des Menschen. Das GIGA betreibt das größte außeruniversitäre Informationszentrum für Area Studies und Comparative Area Studies in Deutschland.
www.giga-hamburg.de

Andere News

Person |

Am 27. Oktober 2020 ist Prof. Stephan Klasen, PhD (Universität Göttingen / Courant Forschungszentrum) nach langer und schwerer Krankheit in Göttingen verstorben.

Cooperation |

PINPoints is the biannual online publication of PIN. Each issue contains an overview of past and future events, reports of PIN related activities and, most importantly, articles with the latest developments and insights in international negotiation research.

Person |

Dr. Daniel Flemes starb Mitte Oktober 2020 nach längerer Krankheit. Wir trauern um einen engagierten Freund und erfolgreichen Kollegen.