Publikation

Krise im Nahen Osten: Neues Themenheft liefert Zusammenhänge und Hintergründe

Bundeszentrale für politische Bildung setzt auf GIGA-Forschung

Der Arabische Frühling 2011 weckte unter den mehrheitlich jungen Bevölkerungen des Nahen Ostens große Hoffnungen auf Veränderung. Ein vom Westen und der Europäischen Union erhoffter Demokratisierungseffekt blieb jedoch aus, stattdessen kam es zu gegenläufigen Umstürzen, die mit verstärkter Repression einhergingen. Heute präsentiert sich die Region zerrissen – und auch die EU sucht ihre Rolle.

Mit einem neuen Themenheft trägt die Bundeszentrale für politische Bildung der Brisanz der Konfliktlagen im Nahen Osten und in den Staaten Nordafrikas Rechnung. Bei den „Informationen zur politischen Bildung (izpb) – Naher Osten“ setzt die Bundeszentrale auf die langjährige wissenschaftliche Expertise des GIGA German Institute of Global and Area Studies. Das am GIGA angesiedelte Institut für Nahost-Studien forscht als einziges Institut in Deutschland systematisch zu sozialwissenschaftlichen, aktuellen Themen Nordafrikas und des Nahen und Mittleren Ostens.

In ausführlichen thematischen Beiträgen beleuchten GIGA-Forscher die religiöse und kulturelle Vielfalt, die Geschichte, die Wirtschaftsbeziehungen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Region. Kurze Infotexte erklären, was es etwa mit der Muslimbruderschaft, dem Islamischen Staat, dem Wahabismus und der Arabischen Liga auf sich hat. Die Publikation bietet außerdem zahlreiche Schaubilder, Tabellen und Statistiken zu politischen, sozialen und wirtschaftlichen Fragen.

Das Themenheft Naher Osten erscheint mit einer Auflage von 500.000 Exemplaren. Es steht kostenlos auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung zur Verfügung.

Informationen zur politischen Bildung (Heft 331): Naher Osten
Herausgeber: bpb
Seiten: 84
Erscheinungsdatum: Dezember 2016
Erscheinungsort: Bonn
Bestellnummer: 4331

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