Auszeichnung

GIGA-Wissenschaftlerin erhält Deutschen Studienpreis

Julia Strasheim hat den hoch angesehenen Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung gewonnen. Für ihre Dissertation über Friedenssicherung nach Gewaltkonflikten erhält sie den ersten Preis in der Sektion Sozialwissenschaften.

Julia Strasheim forscht am German Institute for Global and Area Studies (GIGA) zu Nachkriegsstaaten und institutionellen Reformen. Ihre Dissertation, die die Bedeutung von Übergangsregierungen für langfristige Friedensbemühungen untersucht, wurde nun mit dem renommierten Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung ausgezeichnet. Julia Strasheim erhält den ersten Preis in der Sektion Sozialwissenschaften.

Für ihre Dissertation wertete die Politologin und Konfliktforscherin 62 Übergangsregierungen der Jahre 1989 bis 2012 aus; es ist die bis dato erste statistische Analyse zum Zusammenhang von Übergangsregierungen und Frieden in Nachkriegsgesellschaften. Zudem zeigt sie anhand der drei qualitativen Fallstudien Nepal, Angola und Kambodscha detailliert, welche Eigenschaften einer Übergangsregierung nachhaltigen Frieden begünstigen. Ergebnis: Wenn Übergangsregierungen umgehend die Konfliktparteien entwaffnen und den Kämpfern schnell zivile Lebensgrundlagen ermöglichen, wenn sie parallele Kriegsverwaltungen auflösen und zivilgesellschaftliche Akteure in die Übergangsregierung einbinden, brechen die alten Konflikte nicht schon bald wieder aus. Die Dissertation bietet gerade auch für die praktische Friedensförderung neue, wichtige Erkenntnisse.

Der Deutsche Studienpreis der Körber-Stiftung gehört mit einem Preisgeld von 25.000 Euro zu den höchstdotierten wissenschaftlichen Nachwuchspreisen in Deutschland. Er wird jährlich in drei Kategorien an substanzielle und innovative Dissertationen von besonderer gesellschaftlicher Bedeutung verliehen. Schirmherr ist der Bundestagspräsident Norbert Lammert.

Weitere Informationen:

Publikation: Interim Governments and the Stability of Peace
Deutscher Studienpreis

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