Auszeichnung

GIGA-Wissenschaftler für Arbeit zu politischen Konsequenzen von Entwicklungsprojekten ausgezeichnet

Für seine Dissertation über den Einfluss von Entwicklungsprojekten auf die Entstehung demokratischer Institutionen erhält GIGA-Absolvent Dr. Felix Haaß zwei Nachwuchsforschungspreise.

Dr. Felix Haaß, Research Fellow und Absolvent des Doktorandenprogramms am GIGA German Institute of Global and Area Studies, erhält für seine herausragende Dissertation „Buying Democracy? The Political Economy of Foreign Aid, Power-Sharing Governments, and Post-Conflict Political Development“ zwei Auszeichnungen. Der Verein für Socialpolitik und die KfW Entwicklungsbank verleihen ihm den 3. Nachwuchsförderpreis für exzellente praxisrelevante Entwicklungsforschung. Die Universität Greifswald ehrt Felix Haaß mit ihrem Promotionspreis für eine der fünf besten Dissertationen des Jahres.

In seiner Dissertation untersucht Felix Haaß den Einfluss von Entwicklungsprojekten auf die Entstehung demokratischer Institutionen nach Bürgerkriegen. Auf Grundlage detaillierter statistischer Analysen zeigt er, dass zwei Mechanismen eine besondere Rolle spielen: die Forderungen externer Geber nach Demokratie und das Interesse an der Regierung beteiligter ehemaliger Rebellen, wirtschaftlich von der Nachkriegsordnung zu profitieren. Die Ergebnisse der Dissertation von Felix Haaß tragen zum besseren Verständnis der politischen Konsequenzen von Entwicklungsprojekten nach Bürgerkriegen bei und erweitern die theoretische Debatte zu den Entstehungsbedingungen von Demokratien.

Der Verein für Socialpolitik und die KfW Entwicklungsbank zeichnen jedes Jahr vier junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihre Arbeiten aus, die für die Praxis relevant sind und konstruktive Perspektiven auf Entwicklung bieten. Die Universität Greifswald ehrte am 1. Juni 2018 fünf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit ihrem Promotionspreis.

Felix Haaß ist Research Fellow im Projekt „The Political Economy of Power-Sharing“ am GIGA und am Arnold-Bergstraesser-Institut in Freiburg.

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