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Entstehung, Verlauf und Gegenstrategien
Mitteilungen des Instituts für Asienkunde Hamburg, Nr. 293
Hamburg 1998, 327 S.
Südkorea ist im Rahmen seines Industrialisierungsprozesses in hohem Maße auf technologisches Know-how aus Japan angewiesen gewesen. Die Folge war ein starkes Anwachsen des bilateralen Handelsungleichgewichts und der Zahlungen für Technologielizenzen. Die Regierung in Seoul ist jedoch nicht untätig geblieben; vielmehr hat sie auf vielfältige Art und Weise versucht, industriell-technologische Abhängigkeit von Japan zu verhindern oder zumindest zu verringern. Diese Studie analysiert die entsprechende staatliche Politik, ihre Hintergründe und Resultate. Aufgezeigt wird, wie die Spezifika der Produktion, des Kapitalimportes sowie des Technologieerwerbs aus dem Ausland das Muster der industriellen Verbindungen Südkoreas mit dem Ausland im allgemeinen und Japan im besonderen bestimmt haben. Im Detail werden die Außen- und Binnendimension von Südkoreas Management technologischer Abhängigkeit von Japan untersucht.
Der Autor kommt dabei zu dem Ergebnis, daß die südkoreanische Politik gegen über Importen, Direktinvestitionen und Technologietransfers lange Zeit recht erfolgreich war und dazu beigetragen hat, unerwünschte Importe sowie eine Kontrolle der Wirtschaft durch japanische Unternehmen zu verhindern und die Kosten für die Technologieeinfuhr niedrig zu halten. Demgegenüber hat die Politik zur Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) sowie zur Importsubstitution von Kapitalgütern, Materialien und Komponenten nur gemischte Resultate gezeigt. Aufgrund von Faktoren wie der strukturellen Unterentwicklung von KMUs und der technologischen Lücke in vielen Bereichen wird Südkoreas industriell-technologische Abhängigkeit von Japan auf absehbare Zeit bestehen bleiben.
MIA Korea
Erschienen: 1998
Nummer:
ISBN/ISSN: 3-88910-201-8
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Aktualisiert: 14.10.2004
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