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Claudia Derichs -- Nationenbildung in Malaysia als strategisches Staatshandeln
Bemühungen um die Schaffung nationaler Identität

Mitteilungen des Instituts für Asienkunde Hamburg, Band 377
Hamburg 2004, 249 S.

Nationenbildung als strategisches Staatshandeln hat als Instrument der Konfliktprävention,
politischer Stabilitätsfaktor sowie Abwehrinstrument des Staates gegen innere und
äußere destruktive Kräfte Bedeutung erlangt.

Malaysia stellt dabei ein Erfolgsbeispiel dar. Als postkolonialer Staat mit künstlich gezogenen
territorialen Grenzen, einer heiklen ethnischen Konstellation und einer relativ
jungen nationalen Geschichte arbeitet das Land seit 1957 an der „malaysischen Nation“.
In den Jahrzehnten nach der Unabhängigkeit vollzog sich seine beachtenswerte wirtschaftliche
und soziale Entwicklung zu einem „Schwellenland“. Für zahlreiche andere
islamische Staaten der so genannten Dritten Welt stellt der Weg Malaysias ein Vorbild
dar. Im Land selbst wird dieser Erfolg indes mit großer Skepsis betrachtet.

Diese Arbeit analysiert die Strategien, die die Regierung Malaysias angewandt hat, um
nationale Einheit und Identität herzustellen. Damit wird erstmals eine systematische
Untersuchung vorgelegt, die Prozesse der Nationenbildung trotz aller Individualität der
Einzelfälle einem Vergleich zugänglich macht.

Inhaltsverzeichnis





MIA Südostasien
Erschienen: 2004
Nummer:
ISBN/ISSN: 3-88910-303-0
Print
Aktualisiert: 14.10.2004
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